Viktor Orbán erklärt, warum er die EU-Erklärung zur Unterstützung der Ukraine nicht unterzeichnet hat

Chas Pravdy - 12 August 2025 11:45

Ein entscheidender Moment kurz vor den historischen Treffen der internationalen Führer hat erneut die inneren Konflikte innerhalb der Europäischen Union bezüglich ihrer Einheit und Entschlossenheit bei der Unterstützung der Ukraine offenbart.

Während die globale Politik sich auf Verhandlungen zwischen den USA und Russland konzentriert, hat Ungarns Premierminister Viktor Orbán eine ungewöhnliche Position bezogen, indem er die kürzlich von beinahe allen EU-Mitgliedsländern genehmigte gemeinsame Erklärung ablehnte.

Diese Entscheidung löste Diskussionen aus und warf Zweifel an der Kohäsion des Blocks bei der Unterstützung der ukrainischen Nation auf.

In einem Beitrag auf Facebook erläuterte Orbán ausführlich seine Beweggründe für die Ablehnung des Dokuments.

Seiner Ansicht nach versucht die EU, einseitige Bedingungen für zukünftige Verhandlungen zu setzen, zu denen Kiew überhaupt nicht eingeladen wurde.

Orbán betont, dass angesichts der Tatsache, dass Ungarn und andere EU-Länder außen vor bleiben, es notwendig sei, die Herangehensweisen neu zu überdenken und diplomatische Kanäle zu schaffen, darunter die Einberufung eines EU-Russland-Gipfels, ähnlich dem US-Russland-Treffen.

Die nahezu von allen EU-Ländern abgestimmte Erklärung besagt, dass internationale Grenzen nicht mit Gewalt verändert werden dürfen und dass das ukrainische Volk das Recht hat, über seine Zukunft selbst zu bestimmen.

Zudem bekräftigt sie, dass die EU in enger Zusammenarbeit mit den USA und anderen Partnern, die die Ukraine unterstützen, weiterhin politische, finanzielle, militärische, humanitäre und diplomatische Unterstützung leisten wird, um die Krise in Chancen auf Wiederaufbau und Stabilität zu verwandeln.

Gleichzeitig zeigt die aktuelle Situation, dass einige Politiker eine aktive Unterstützung der Ukraine ablehnen und versuchen, die öffentliche Meinung zu manipulieren, um eine schnelle Integration der Ukraine in europäische Strukturen zu verhindern.

Orbán nutzt dafür unterschiedliche Mittel, von Scheinsurveys bis hin zu offiziellen Umfragen, um Zweifel an der raschen Mitgliedschaft der Ukraine in der EU zu säen.

Experten sind der Ansicht, dass die ukrainische Regierung nun eine gemeinsame Position entwickeln und neue diplomatische Bemühungen starten muss, um Verbündete und Partner zu mobilisieren und so Unterstützung zu sichern, um einer internationalen Isolierung vorzubeugen.

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