Orbán im Zentrum eines Skandals: Das neue Anwesen des Premierministers sorgt für Verdacht und öffentliche Empörung

Eine kürzlich durchgeführte Untersuchung und die Veröffentlichung von Fotos des neuen Anwesens des ungarischen Premierministers Viktor Orbán haben landesweit eine heftige Debatte und Kontroversen ausgelöst.
Der unabhängige Abgeordnete Ákos Hadházy teilte online eine Reihe von Bildern, die eine groß angelegte Baustelle in Hatvanpuszta zeigen und Verdacht über deren Zweck und Finanzierungsquellen schüren.
Trotz Orbáns offizieller Aussage, dass es sich bei dem Gebäude um eine Farm für seine Eltern handelt und die Arbeiten noch laufen, hat die Bevölkerung das Thema aufgegriffen und beginnt, jedes Detail zu analysieren.
Die Fotos, die vor einigen Jahren gemacht wurden, zeigen Innenaufnahmen: Heizkabel unter der Straße sowie unterirdische Zieglergänge, die die Gebäude verbinden — allesamt Fragen zur tatsächlichen Nutzung und Funktion des Anwesens.
Bei öffentlichen Führungen, die Hadházy am Wochenende organisiert hat, konnten Tausende Besucher herausfinden, ob dort wirklich eine Farm entsteht, oder doch eher ein Schloss mit luxuriöser Infrastruktur.
Die lokalen Journalisten vergleichen die Situation mit dem Anwesen von Yanukovych in Mezhyhirya, was Anzeichen für nicht deklarierte Vermögen und geheime Absprachen deutet.
Im Hinblick auf die kommenden Wahlen verspricht der Oppositionskandidat Peter Madyar die Einleitung einer Untersuchung, um die Herkunft der Vermögen von Regierungsmitgliedern und deren Familien in den letzten zwanzig Jahren zu klären, einschließlich des Anwesens in Hatvanpuszta, das offiziell als Wohnhaus und nicht als Farm eingestuft wird — was das Misstrauen in Bezug auf Transparenz und Verantwortlichkeit weiter verstärkt.