Landsbergis weist auf das Versagen des Westens im Schutz der Ukraine hin: Verantwortung für die »De-Facto« Kapitulation

Chas Pravdy - 12 August 2025 12:38

Der ehemalige litauische Außenminister Gabrielius Landsbergis hat eine deutliche Erklärung zur Rolle des Westens in der Ukraine-Krise abgegeben.

Er macht unverhohlen Europa und die Vereinigten Staaten dafür verantwortlich, dass sie ein Szenario der »de-facto« Kapitulation begünstigen, das zur Verluste der ukrainischen Unabhängigkeit führen könnte.

Laut Landsbergis würde die »de-facto« Akzeptanz von Besatzungsregimen auf ukrainischem Gebiet eine Niederlage für den gesamten Westen bedeuten, der langjährige Warnungen ignoriert und alte Fehler wiederholt hat.

Diese Haltung ermögliche die Zerstörung der ukrainischen Souveränität.

„Das liegt an uns – wir sind die Architekten dieses »de-facto« Scheiterns“, betonte er in seinem Blog und hob die Verantwortung des Westens für diese Entwicklung hervor.Landsbergis zieht Parallelen zur jüngeren Geschichte der baltischen Staaten unter russischer Herrschaft, warnt vor einem illusorischen Optimismus der europäischen Führer in Bezug auf einen dauerhaften Frieden.

Zugleich kritisiert er die westliche Politik, die Instrumente vorschlägt, die in der Praxis zur Zersplitterung der Ukraine beitragen — dieser Weg sei kein Pfad zum Frieden, sondern eine Schande für demokratische Prinzipien.

„Sollte die Ukraine an die Sicherheitsgarantien des Westens glauben, die die Schande des Budapester Memorandums tilgen und Hoffnung für die Zukunft geben?“ fragt Landsbergis und betont, dass Zugeständnisse wie die »de-facto«-Besetzung nichts anderes seien als Kapitulation, keine Lösung.Er fordert die westlichen Politiker auf, den Stimmen der Opfer russischer Aggression zuzuhören, und hebt die Notwendigkeit eines echten Engagements mit den Leidtragenden hervor.

„Fragen Sie die Familien von Victoria Roshina, die bei einem russischen Angriff verletzt wurde und nun in Kiew mit brutaler Gewalt begraben liegt.“Landsbergis vergleicht die Situation mit einem historischen Lehrstück und betont, dass die Ukrainer, die die russische Aggression erleben, den Unterschied zwischen »de-facto« und »de-jure« sehr wohl verstehen, und dass diese Unterscheidung entscheidend für die politische Entscheidung ist.

Papierne Abkommen, die nicht durchgesetzt werden können oder geschützt sind, könnten katastrophale menschliche Folgen haben.Er erinnert daran, dass Politik verantwortungsbewusster und ehrlicher sein muss, denn hinter ihr stehen nicht nur das Schicksal der Ukraine, sondern auch die langfristige Stabilität der Welt.

Diese Überlegungen müssen in den diplomatischen Strategien Europas und des Westens Berücksichtigung finden — unabhängig von der Versuchung, hinter verschlossenen Türen Absprachen zu treffen oder schnelle Lösungen anzustreben, die den echten menschlichen Leidensweg ignorieren.

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