Forschung offenbart Ähnlichkeiten zwischen Katzen-Demenz und Alzheimer, eröffnet neue Forschungsmöglichkeiten

Chas Pravdy - 12 August 2025 17:38

Neueste wissenschaftliche Untersuchungen, durchgeführt von einem internationalen Forscherteam unter der Leitung von Dr.

Robert McGichan von der Royal School of Veterinary Studies an der Universität Edinburgh, haben bedeutende Ähnlichkeiten zwischen altersbedingter Demenz bei Katzen und Alzheimer beim Menschen aufgezeigt.

Diese bahnbrechende Entdeckung bietet eine Gelegenheit, Katzen als Modellorganismen für die Erforschung dieser verheerenden neurodegenerativen Erkrankung zu nutzen.

Die Studie analysierte die Gehirne verstorbener Katzen mit unterschiedlichen Diagnosen.

Dabei zeigte sich, dass bei Tieren mit Demenz die Synapsen – die kleinsten Verbindungsstellen zwischen Nervenzellen – mit dem giftigen Beta-Amyloid-Protein gefüllt waren.

Dieses Protein schädigt Synapsen und beeinträchtigt die neuronale Kommunikation, ähnlich wie bei Alzheimer beim Menschen.

Die kognitive Beeinträchtigung bei Katzen zeigt sich in Schlafstörungen, unkontrolliertem Maunzen und Desorientierung im Raum.

Früher wurden diese Symptome kaum als eigenständige Krankheiten betrachtet, da die Diagnose schwierig war.

Die Forscher haben zudem Methoden entwickelt, um hypoallergene Katzen zu züchten, was die Forschung erheblich erleichtert.

Mit diesen Fortschritten können Tierärzte künftig wirksamere Behandlungen für die Katzen-Demenz entwickeln.

Außerdem ermöglichen diese Tiermodelle die Erprobung neuer Therapien gegen Alzheimer beim Menschen, da Katzen ähnliche pathologische Veränderungen aufweisen.

Da Alzheimer heute für 60 bis 70 Prozent aller Demenz-Fälle im Alter verantwortlich ist, sind diese Studien von außerordentlicher Bedeutung im Kampf gegen die Krankheit.

Erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass natürliche Substanzen wie Rosmarin und Salbei positive Effekte haben könnten, obwohl diese noch in frühen Phasen der Tierversuche getestet werden.

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