Waldbrände in Spanien: Massive Evakuierungen und Schutz des natürlichen sowie kulturellen Erbes

Im nördlichen Spanien, genauer gesagt in der Region Kastilien-León, hat die Situation mit den Waldbränden eine gefährliche Dimension erreicht.
Über 1.600 Einwohner mussten aufgrund der Brände ihre Häuser verlassen, nachdem das Feuer in der Nähe der Stadt Yeres ausgebrochen war und sich infolge der hohen Temperaturen von bis zu +40°C sowie starkem Wind mit Geschwindigkeiten bis zu 50 km/h rasch ausbreitete.
Mehrere Gemeinden, darunter Caredo, Orelian, Venusa, Santa-Lavilla und Llamas-de-la-Cabria, gerieten in die Flammen.
Die meisten Evakuierten fanden Unterschlupf in Sporthallen und Studentenwohnheimen in PONFERRADA.
Neben den Gefahren für die Menschen wurden bedeutende Schäden an Natur- und Kulturdenkmälern verursacht, insbesondere im einzigartigen Natur- und Kulturkomplex Las Medulas, der seit 1997 zum UNESCO-Welterbe gehört.
Das Gebiet, bekannt für seine römische Goldmine, wurde in der Zeit vom 1.
bis 3.
Jahrhundert n.
Chr.
durch hydraulische Gewinnungsverfahren stark verändert, was zu den markanten roten Klippen und Graten führte.
Nach dem Ausbruch am 10.
August breitete sich das Feuer schnell auf mehrere Orte aus, zerstörte Landschaften, Gebäude und Teile des Naturparks.
Einsatzkräfte am Boden, Luftwaffe und Militär wurden mobilisiert, um die Flammen zu bekämpfen.
Die Wetterbedingungen bleiben jedoch herausfordernd — Hitze und starke Winde erschweren die Einsätze, und das Risiko neuer Brände bleibt hoch.
Ähnliche Brände wurden auch in anderen Teilen Spaniens registriert, was Sorgen um den Zustand der Wälder im Land verstärkt.
Laut einer Studie der University of Maryland war das vergangene Jahr das Jahr mit den größten Waldfleischverlusten weltweit.
Rund 6,7 Millionen Hektar Primärwälder wurden zerstört — eine Fläche, die mit Italien oder Panama vergleichbar ist.
Wissenschaftler schätzen, dass Wälder in der Geschwindigkeit von 18 Fußballfeldern pro Minute verschwinden, wobei die Brände fünfmal mehr Waldfläche vernichteten als im Vorjahr.
Diese wachsende Umweltkrise erfordert dringende internationale Maßnahmen zum Schutz der Ökosysteme.