Der französische Präsident Emmanuel Macron hat kürzlich eine ziemlich kontroverse Aussage gemacht, die erneut die Aufmerksamkeit auf die internationale Unterstützung für die Ukraine im Kontext des andauernden russisch-ukrainischen Krieges gelenkt hat

Chas Pravdy - 11 Mai 2025 10:27

In einem Interview mit der französischen Zeitung Le Parisien äußerte er sich zu einer möglichen Entsendung ausländischer Militärformationen auf das Gebiet unseres Landes und umreißte die ungefähren Größen solcher Kontingente. Macron stellte fest, dass die Idee, ausländische Truppen in die Ukraine einzusetzen, das Potenzial hat, die Situation nach Beendigung der Kämpfe mit Russland zu stabilisieren. Bei der Einschätzung des Umfangs einer möglichen Entsendung betonte der französische Präsident, dass es sich um einige Tausend Soldaten handele, aber nicht um Hunderttausende. Seinen Worten nach ist dies eine ausreichend konkrete und begründete Zahl, um die ukrainischen Streitkräfte zu unterstützen und internationale Solidarität effektiv zu demonstrieren. „Es muss verstanden werden, dass Autorität und Einfluss nicht durch die Anzahl bestimmt werden“, hob Macron hervor. Er betonte, dass die stärkste Armee in Europa die ukrainischen Streitkräfte seien, in denen derzeit etwa eine Million Kämpfer mobilisiert sind – eine Zahl, auf die kein anderes Land des Kontinents stolz sein kann. Daher sieht er die wichtigste Ressource im Vorhandensein ausreichender militärischer Kräfte in der Ukraine, die Widerstand leisten und die Front halten können. Auf die Frage nach der Anzahl der ausländischen Truppen, die in der Ukraine stationiert werden könnten, antwortete Macron: „Es könnten einige Tausend sein, aber keine Hunderttausende.“ Er fügte hinzu, dass das Wesentliche nicht die Zahlen an sich seien, sondern die Unterstützung, die die internationale Gemeinschaft der Ukraine durch die Anwesenheit militärischer Kräfte insbesondere an strategischen Punkten außerhalb des unmittelbaren Kampffeldes leisten könne. Seinen Worten nach würde eine solche Präsenz Solidarität demonstrieren und ein Signal an die europäische sowie die globale Gemeinschaft senden, die Ukraine in ihrem Kampf um Unabhängigkeit zu unterstützen. Der französische Außenminister bestätigte ebenfalls, dass die Frage der Stationierung ausländischer Streitkräfte und weiterer Schritte in diesem Bereich derzeit mit europäischen Kollegen erörtert werde, und diese Diskussionen im Rahmen einer einheitlichen diplomatischen Agenda stattfinden. Macron zeigte sich zuversichtlich, dass die internationale Unterstützung im Bedarfsfall konsequent und wirksam sein werde. Zur Erinnerung: Nach dem kürzlichen Gipfel am 10. Mai rief die „Koalition der Entschlossenen“ Russland auf, den Krieg zu beenden, und forderte ab dem 12. Mai einen unverzüglichen, 30 Tage dauernden Waffenstillstand. Zugleich kündigte der Kreml an, am 15. Mai in Istanbul „direkte Verhandlungen“ mit Kiew zu führen. Vorschläge für eine temporäre Waffenpause von 30 Tagen wurden bisher jedoch nicht gemacht, und in der hitzigen diplomatischen Konfrontation sind erneut widersprüchliche Aussagen aufgetaucht. Gleichzeitig warnen westliche Länder, insbesondere die USA und die Europäische Union, davor, dass im Falle einer Ablehnung Russlands, ein Waffenstillstand zu vereinbaren, sie bereit seien, die Sanktionen gegen Russland erheblich zu verschärfen. Diese Maßnahmen sollten laut ihren Angaben hart genug sein, um sowohl den Kreml als auch die militärische Führung des Angreifers unter Druck zu setzen, um eine diplomatische Lösung des Konflikts zu erzwingen. Es wird deutlich, dass die Frage einer möglichen Entsendung ausländischer Truppen in die Ukraine weiterhin auf der Tagesordnung des europäischen und internationalen politischen Diskurses steht. Die Vorbereitung auf mögliche Szenarien, insbesondere die Stärkung der Verteidigungskapazitäten der Ukraine durch externe Kräfte, ist hochaktuell und komplex. Dies verschärft die Konfliktsituation, unterstreicht aber auch die Bedeutung diplomatischer Bemühungen auf der Suche nach Frieden.

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