In Pakistan wurden Gerüchte über eine Anrufung des nuklearen Kommandorgans widersprochen und der Luftraum des Landes geschlossen
In den offiziellen Kreisen Pakistans stieg die Spannung im Vorfeld aufgrund möglicher Eskalationen des Konflikts mit Indien. Allerdings wurden die Meldungen über eine Sondersitzung des nuklearen Kommandorgans, die offiziell einberufen werden sollten, dementiert. Verteidigungsminister Khawaja Asif gab am Samstag eine offizielle Erklärung ab, in der betont wurde, dass nach den jüngsten indischen Militäroperationen gegen pakistanische Positionen keine Sitzungen des nationalen Kommandorgans stattgefunden haben, das für die Koordinierung der nuklearen Ressourcen und Strategien des Landes verantwortlich ist. Quellen aus militärischen und Regierungskreisen, darunter die Nachrichtenagenturen Reuters und Geo News, berichten, dass zuvor Gerüchte über eine angeblich vom pakistanischen Premierminister einberufene Sitzung dieses hochrangigen Gremiums aufkamen. Ein offizieller Vertreter der Gesundheitsbehörden versicherte jedoch: „Ein nukleares Szenario besteht, aber wir sollten unnötige Diskussionen darüber vermeiden. Es ist eine sehr ferne Perspektive, und momentan macht es keinen Sinn, darüber zu sprechen. Das Nationale Kommandorgan wurde nicht einberufen und ist auch nicht geplant.“ Auf der anderen Seite bleiben die internationale Diplomatie und die Lage rund um die Spannungen an der Grenze komplex. Insbesondere führte der US-Außenminister Marco Rubio diplomatische Verhandlungen mit dem Oberbefehlshaber der pakistanischen Armee, General Asim Muneer, sowie mit dem indischen Außenminister Subrahmanyam Jaishankar. In diesen Kontakten forderte der amerikanische Diplomat die beiden Seiten auf, „den direkten und offenen Kommunikationskanal wiederherzustellen“ und unberechenbare Fehlberechnungen zu vermeiden, die zu einer unkontrollierten Eskalation des Konflikts führen könnten. Außerdem äußerte sich der pakistanische Außenminister Mohammad Ishaq Dar in einem Gespräch mit lokalen Journalisten dahingehend, dass „wenn Indien jetzt stoppt, auch Pakistan eine vorübergehende Deeskalation in Betracht ziehen könnte.“ Indische Medien berichten, dass am Samstag erneut Kontakte zwischen hohen Beamten beider Länder durch Vermittlung internationaler Organisationen stattfanden. Gleichzeitig gab es in Karachi, am internationalen Flughafen Jinnah, Bestätigungen, dass die pakistanische Regierung nach dem Raketenangriff Indiens den Luftraum für alle Flugzeugtypen geschlossen hat. Zeugen und Flughafenmitarbeiter berichteten, dass die Flüge vom 3:15 Uhr bis 12:00 Uhr Ortszeit am 10. Mai (also bis 10 Uhr Kiewer Zeit) wegen der angespannten Lage an der Grenze ausgesetzt wurden. Ausländische Passagiere im Flughafen erklärten, dass sie aus dem Terminal in Hotels für die Sicherheit umquartiert wurden. Die örtlichen Behörden raten anderen Passagieren, den Status ihrer Flüge vor Ankunft am Flughafen bei den Fluggesellschaften zu überprüfen, um Missverständnisse und Verspätungen zu vermeiden. Ursächlich für diese Krise ist die jüngste Eskalation der Spannungen. In der Nacht vom 10. Mai veröffentlichte Pakistan eine offizielle Erklärung über den Beginn einer groß angelegten Militäroperation als Reaktion auf die Angriffe Indiens, die bereits am Dienstag, dem 6. Mai, begannen. Indien hatte Raketenangriffe auf Objekte durchgeführt, die es als Stützpunkte terroristischer Gruppen im pakistanischen Gebiet betrachtet, was die Entwicklung des Konflikts erheblich beschleunigte. Die pakistanische Militärführung und das politische Establishment kündigten eine entschlossene Reaktion an, und die Spannungen an der indischen Grenze blieben hoch. Derzeit bleibt die Lage angespannt, und mögliche Szenarien hängen von weiteren diplomatischen Schritten sowie politischen Entscheidungen beider Länder ab. Die pakistanische Regierung hat deutlich gemacht, dass sie keine Veranlassung sieht, in außergewöhnlichen Umständen Nuklearorgane einzuberufen, allerdings deuten die Zunahme der Militärspannung und die Schließung des Luftraums auf das Potenzial für unvorhersehbare Veränderungen in der Situation hin. Generell warnen Experten davor, dass jede Eskalation zwischen den beiden Kernwaffenmächten katastrophale Folgen nicht nur für die Region, sondern für die ganze Welt haben könnte. Die internationale Gemeinschaft ruft daher zu äußerster Zurückhaltung auf und fordert die Suche nach diplomatischen Lösungen zur Beilegung des Konflikts. Zugleich bleibt die Lage angespannt, und alle Neuigkeiten von der Grenze sollten mit großer Vorsicht und nur unter Berücksichtigung offizieller Quellen wahrgenommen werden.