Im Indischen Ozean ist die Geschichte von fast fünf Jahrzehnten Forschung zu Ende gegangen: Die sowjetische Station, die 1972 gestartet wurde, verschwand offiziell von den Radaren, nachdem ihr Gerät in dichte Atmosphäre-Schichten der Erde eingetreten und in den Gewässern des Indischen Ozeans abgestürzt war

Chas Pravdy - 10 Mai 2025 12:31

Laut offiziellen Angaben des russischen Raumfahrtagentur "Roscosmos" wurde am 10. Mai im Indischen Ozean die Rückkehrsonde "Kosmos-482" gefunden. Dieser Satellit wurde vor mehr als einem halben Jahrhundert zur Erforschung des Venus erstellt. Der Start fand 1972 statt, und seitdem nahm er an zahlreichen Raumfahrtmissionen der sowjetischen Wissenschaft teil. Aufgrund kritischer technischer Störungen, insbesondere eines Fehlers beim Triebwerksblock, erreichte das Gerät jedoch nie die geplante Umlaufbahn für die Venusforschung. Stattdessen verblieb es auf einer hohen elliptischen Bahn um die Erde und kam allmählich unserem Planeten näher. Berichten zufolge trat das Raumfahrzeug um 9:24 Uhr Moskauer Zeit in die dichten Atmosphärenschichten ein, was von Feuer und Zerstörung begleitet wurde. Dies geschah 560 Kilometer westlich der Insel Andaman und im Bereich westlich von Jakarta, der Hauptstadt Indonesiens. Das Gerät zerbrach infolge dieser Explosion und stürzte in die Gewässer des Indischen Ozeans – so endete seine lange Reise. Russische Fachleute berichteten, dass "Kosmos-482" seine Existenz beendete, indem es aus seiner Umlaufbahn fiel und im Ozean landete. Dies war ein logischer Abschluss einer jahrelangen Reise des Raumfahrzeugs, das seit seinem Start das Hauptziel – die Venusforschung – aufgrund technischer Probleme nie erreichte. Diese Ereignis hat erneut die Öffentlichkeit und Experten auf die Problematik des Weltraummülls sowie die Gefahr durch veraltete Technik aufmerksam gemacht, die nach Jahren im All auf die Erde zurückkehrt. Besonders spannend ist die Tatsache, dass nach über fünf Jahrzehnten seit dem Start das Gerät wieder zur Erde zurückkehrt und nach Prognosen der Experten potenziell eine Gefahr für dicht besiedelte Gebiete darstellen könnte. Denn ein massives Objekt mit einem Gewicht von etwa 500 Kilogramm könnte Geschwindigkeiten von mehreren Hundert Kilometern pro Stunde erreichen und sein Aufprall birgt ein erhebliches Risiko für Leben und Eigentum. Es wird berichtet, dass genau im Mai 1972 die sowjetische Raumsonde im Rahmen des Venus-Explorationsprogramms gestartet wurde. Vom ursprünglichen Plan, einen anderen Planeten zu erforschen, entwickelte sie sich zum Kapitel der Misserfolge, da sie aufgrund eines technischen Defekts in der Umlaufbahn verblieb. Erst jetzt, nach mehr als fünf Jahrzehnten, kehrte sie nach Hause zurück und schloss ihre lange, komplexe Reise im All ab. Dieses Ereignis unterstreicht die Bedeutung einer sorgfältigen Überwachung alternde Weltraummüllteile und die Notwendigkeit, Technologien zu verbessern, um solche Objekte sicher aus der Umlaufbahn zu entfernen. Denn viele von ihnen stellen weiterhin eine Gefahr für moderne Raumfahrtmissionen und letztlich für die Sicherheit der Menschen auf der Erde dar, insbesondere wenn ihre Trümmer in dicht besiedelte Gebiete fallen.

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