Der Kreml weist die Idee eines 30-tägigen Waffenstillstands in einem Umfeld anhaltender militärischer Unterstützung der Ukraine durch den Westen eindeutig zurück, erklärte der Pressesprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow

Chas Pravdy - 10 Mai 2025 07:20

Seinen Worten nach sieht das offizielle Moskau keinen Grund, den Waffenstillstand zu stoppen, solange die westlichen Länder weiterhin Waffen an die Ukraine liefern, was aus Sicht des Kremls die ukrainischen Streitkräfte erheblich stärkt und ihnen auf dem Schlachtfeld einen zusätzlichen Vorteil verschafft. In einem Interview mit ABC News betonte Peskow, dass Präsident Wladimir Putin angeblich die Idee einer vorübergehenden Waffenruhe von 30 Tagen unterstützt habe, doch die aktuelle Situation habe den Kreml dazu gezwungen, seine Haltung zu ändern. Auf die Frage nach der Möglichkeit eines Waffenstillstands erinnerte der Sprecher daran, dass Moskau dessen Umsetzung für praktisch unmöglich halte, da russische Truppen weiterhin zuversichtlich an den Frontlinien vorrückten und strategische Vorteile behielten. Das zentrale Argument des Kremls ist die aktive Unterstützung des Westens für die Ukraine. Peskow betonte, dass im Falle einer Ausrufung eines Waffenstillstands die Waffenlieferungen aus den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union eingestellt werden sollten. Seinen Angaben zufolge würde eine solche Pause in den Kampfhandlungen der Ukraine zusätzliche Zeit verschaffen, um Kräfte zu mobilisieren: neue Soldaten auszubilden, den personellen Reservebestand vorzubereiten und für die bereits an der Front eingesetzten Kämpfer Erholungszeiten zu organisieren. Dies, so der Kreml, würde ein Ungleichgewicht schaffen und der ukrainischen Armee einen treibenden Vorteil verschaffen. „Warum geben wir der Ukraine gerade diese Möglichkeit?“, fragte Peskow und erwiderte, dass solche Schritte dazu beitragen würden, die Idee der zusätzlichen Ressourcen und der Verstärkung des ukrainischen Militärpotenzials zu vertiefen, während Russland gleichzeitig in einer Krise verbleibt. Was den diplomatischen Aspekt betrifft, versicherte Peskow, dass Putin angeblich alles Mögliche unternehme, um eine Konfliktlösung auf friedlichem Wege durch Diplomatie und Verhandlungen zu finden. Allerdings, so seine Worte, sei Moskau gezwungen, seine Militäroperation fortzusetzen, da es an Maßnahmen fehle, die auf den Frieden abzielten („friedliche und diplomatische Mittel“). Somit bleibt die Position des Kremls unverändert: Moskau beharrt darauf, dass alle Versuche, einen Waffenstillstand unter Bedingungen ständiger westlicher Unterstützung für die Ukraine einzuführen, inakzeptabel und sogar unfair seien. Dies würde die ukrainischen Streitkräfte stärken und entsprechend die weitere Durchführung der russischen Militäroperation erschweren, angesichts der völligen Ablehnung und des Widerstands des ukrainischen Volkes sowie seiner westlichen Partner.

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