Der EU-Verteidigungskommissar versichert, dass Russland „keine großen Erfolge“ im modernen Krieg erzielen wird

Bei Kommentaren zum ukrainisch-russischen Konflikt äußerte der hohe EU-Beamte für Verteidigung, Andrius Kubilius, die Überzeugung, dass das Kreml derzeit keine entscheidenden Erfolge auf dem Schlachtfeld erreichen kann. Er sagte, die Situation an der Front habe sich völlig verändert, und die russischen Truppen werden wahrscheinlich keine bedeutenden Siege erringen, die den Kriegsverlauf verändern oder die Ukraine zur Kapitulation zwingen könnten. In einem Interview mit dem Sender „Suspilne“ und anderen Medien betonte Kubilius, dass die Lage an der Frontlinie so aussieht, als ob es den Russen nicht möglich ist, bedeutsam voranzukommen. „Der Krieg befindet sich momentan in einem Zustand rascher Änderungen, sein Charakter ist viel komplexer und unvorhersehbarer als zuvor. Besonders eine wichtige Rolle spielen dabei Drohnen – unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs). Diese behindern die russische Seite, die über größere Ressourcen verfügt, daran, sich voranzutreiben und die Frontlinie wesentlich zu verschieben“, erklärte der EU-Kommissar. Er äußerte die Überzeugung, dass Russland in Wirklichkeit nicht so stark sei, wie es die dominierende Darstellung darstellt, und aus seiner Sicht zieht Moskau dorthin sowohl nordkoreanische Soldaten als auch iranische Waffentechnologien heran. Dies sei, so Kubilius, ein Zeichen von Schwäche und ein Hinweis darauf, dass Russland gezwungen sei, Hilfe von Ländern zu suchen, die traditionell weniger militärisch geschult sind und technologisch weniger entwickelt. Trotzdem hat der EU-Kommissar eine recht optimistische Sicht auf die Zukunft. Seiner Meinung nach ist die Ukraine voll in der Lage, nicht nur ihre Position an der Front zu verteidigen, sondern auch Unterstützung aus dem Westen zu erhalten, die notwendig ist, um die Lage zu stabilisieren und einen gerechten und dauerhaften Frieden zu erreichen. „Ich sehe die Perspektive, dass koordinierte Anstrengungen ukrainischer Verteidiger und internationale Hilfe dazu beitragen werden, die Situation ins Stocken zu bringen. Dies könnte die Voraussetzungen für einen Dialog und eine stille, aber sichere Bewegung in Richtung Frieden schaffen, basierend auf Gerechtigkeit“, betonte er. Gleichzeitig hob Kubilius hervor, dass die Ukraine einen gerechten Frieden verdienen würde, aber seiner Meinung nach nur dann erreicht werden kann, wenn Kiew eine aktive Verteidigungsposition einnimmt. Er betonte, dass der Druck auf Russland nicht nur von der Ukraine, sondern auch vom Westen – den USA und Europa – ausgehen müsse. „Ich würde mir eine effektivere amerikanische Strategie in dieser Frage wünschen, die bereits Ergebnisse bringt. Leider ist es bisher schwer zu sagen, ob Putin zu Verhandlung und Beendigung der Kampfhandlungen bereit ist“, fügte der Diplomat hinzu. Laut britischer Geheimdiensterkenntnisse könnten Russland im Jahr 2025 Rekordverluste erleiden und ernsthafte Probleme im Krieg gegen die Ukraine bekommen. Am 9. Mai prognostizierten britische Analysten, dass die Geschwindigkeit der territoriale Eroberungen durch russische Truppen im April 2025 deutlich niedriger sein wird als in den Vorjahren, was auf eine mögliche Verwundbarkeit der russischen Streitkräfte und eine Schwächung ihrer Offensive gegen ukrainische Positionen hindeutet. Dies könnte bedeuten, dass in naher Zukunft die Lage in der Ukraine angespannt bleibt, aber auch Raum für weitere Veränderungen im Kräfteverhältnis eröffnet. Obwohl der Krieg also andauert und seine Spannung erhalten bleibt, betonen führende europäische Experten und Militäranalytiker: Russland wird keine schnellen oder entscheidenden Siege erringen, und für einen Sieg braucht die Ukraine nachhaltige, konzentrierte Unterstützung und eine aktive Strategie seitens des Westens. Das unterstreicht erneut, dass die Lage kompliziert bleibt, jedoch gleichzeitig Potenzial für Veränderungen und die Suche nach einem gerechten Frieden in der Zukunft besteht.