Laut Informationen der Nachrichtenagentur Reuters prüft die Regierung Donald Trumps aktiv die Möglichkeit, ein Abkommen mit Grönland abzuschließen, das den USA ermöglichen würde, ihre Einflusszonen in dieser strategisch wichtigen Region zu festigen

Chas Pravdy - 09 Mai 2025 22:29

Es wird angeblich geplant, dies durch den Abschluss eines Vertrags zu realisieren, der den bereits bestehenden Vereinbarungen der USA mit mehreren pazifischen Inselstaaten ähnelt, wie Mikronesien, Marshallinseln und Palau. Quelle in den hohen Strukturen der US-Regierung, die unter Vertraulichkeit genannt wurden, berichten Reuters und anderen Agenturen, dass im Rahmen dieses Projekts die Möglichkeit geprüft wird, Grönland einen sogenannten „Vertrag über freie Assoziation“ (COFA) anzubieten. Dieses Abkommen gewährt den Partnern breite Möglichkeiten zur Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen: vom Warenaustausch und Dienstleistungen bis hin zur Gewährleistung der militärischen Sicherheit. Der Abschluss solcher Verträge mit kleinen Inselstaaten ermöglicht den USA eine freie Hand in der Region, während der Handel bei minimalen Zollbeschränkungen bleibt. Derzeit bleibt diese Entscheidung jedoch auf Diskussionsebene innerhalb spezieller Gremien. Laut Quellen des Nachrichtendienstes nehmen bereits Vertreter des Nationalen Sicherheitsrates der USA sowie des Energieüberwachungsrates, der auf Initiative Trumps eingerichtet wurde, an den Verhandlungen teil. Ziel ist es, die Details eines möglichen Abkommens zu koordinieren, das den Status Grönlands verändern könnte. Angesichts ihres Status als Autonomiegebiet innerhalb des Königreichs Dänemark wird dieser Schritt jedoch als recht riskant eingeschätzt. Nach Angaben europäischer Quellen, die über die Situation informiert sind, wurde die dänische Regierung bislang nicht über mögliche Pläne der USA bezüglich Grönland unterrichtet. Dies bereitet Besorgnis, denn jegliche Versuche, den Status ohne offizielle Zustimmung Kopenhagens zu ändern, könnten einen diplomatischen Konflikt auslösen. Es ist zu beachten, dass die Trump-Administration bereits mehrfach ihre Absicht bekundete, die Kontrolle über dieses selbstverwaltete Gebiet zu erlangen. Bereits zuvor deutete der US-Präsident öffentlich an, dass Gewalt angewandt werden könnte, um die amerikanische Kontrolle über Grönland durchzusetzen. Diese Idee wird von Dänemark scharf kritisiert und als unverträglich mit internationalen Recht und Diplomatie angesehen. Als Reaktion auf die Drohungen amerikanischer Beamter betonen Kopenhagen die Bedeutung der Beibehaltung des Status quo sowie die Priorisierung diplomatischer Lösungen in der Region. Insgesamt bleibt die Situation rund um Grönland und die Absicht der USA, dort ihre Einflusszone aufzubauen, eines der heißesten Themen in der internationalen Politik. Es könnte weitreichende Konsequenzen für die Sicherheit und Stabilität Nordeuropas sowie der Arktis insgesamt haben. Bisher gab es jedoch keine offiziellen Erklärungen der US-Regierung, weshalb die Position Washingtons Gegenstand großer politischer Spekulationen und diplomatischer Diskussionen ist.

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