Kandidat für das Präsidentenamt in Rumänien besteht auf Entschädigungen für die Unterstützung der Ukraine: Der ultrarechte Führer fordert die Rückzahlung der Ausgaben des Landes
Im Schatten des politischen Kampfes um die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in Rumänien sind neue skandalöse Äußerungen aufgetaucht, die sowohl lokale als auch europäische Beobachter aufmerksam gemacht haben. Der Führer der ultrarechten Partei „Allianz für die Union der Rumänen“ (AUR), der im ersten Wahlgang einen Sieg errungen hat, Georgios Simeon, hat sich öffentlich zu den Verpflichtungen des Landes im Zusammenhang mit der Unterstützung der Ukraine in Kriegszeiten geäußert. Seine Position hat beträchtlichen Resonanz ausgelöst und ein längst bekanntes Thema wieder in den Vordergrund gerückt — die Rolle und die Pflichten der Länder, die Hilfe leisten, im Kontext des russisch-ukrainischen Krieges. Quelle der Information ist der Fernsehsender Digi24, einer der führenden Medien in Rumänien, der berichtet: Vor dem Hintergrund der Vorbereitung auf die zweite Runde der Präsidentschaftswahl hat der unabhängige Kandidat offen erklärt, die staatliche Politik vollständig auf die inneren Interessen des Landes auszurichten. Laut Simeon ist seine Haltung zum Krieg in der Ukraine völliger Neutralität — das bedeutet, auf eine Eskalation des Konflikts sowie auf Waffenlieferungen zu verzichten. Zugleich betonte er, dass seine Politik verantwortlich ist und sich an den Ideen des ehemaligen Präsidenten Donald Trump orientiert, insbesondere im Hinblick auf die Eindämmung externer militärischer Eingriffe. „Wir müssen uns um unsere eigenen Bürger kümmern und uns nicht in fremde Konflikte einmischen“, fasste Simeon zusammen, wobei er die Notwendigkeit unterstrich, sich auf innere Probleme und wirtschaftliche Fragen des Landes zu konzentrieren. Seiner Ansicht nach muss die Ukraine die Interessen der rumänischen Minderheit auf ihrem Territorium respektieren und die Rolle der rumänischen Gemeinschaft im Nachbarland anerkennen. Darüber hinaus äußerte der Politiker die Idee, dass Rumänien Anspruch auf Entschädigungen für die Unterstützung, die es der Ukraine oder ihren Streitkräften gewährt hat — sei es finanziell oder materiell —, geltend machen sollte. Er betonte, dass besonderes Augenmerk auf die Ausgaben im Zusammenhang mit dem Patriot-System gelegt werden muss — einer modernen Raketenschutzvorrichtung, die sowohl geschenkt als auch während der Präsidentschaft Klaus Iohannis’ eingeführt wurde. Nach Simeons Ansicht seien „diese Ausgaben ein Verratsakt“, und das Land sollte eine entsprechende Entschädigung erhalten. „Wir haben viel für die Ukraine getan, und jetzt fordern wir Gerechtigkeit“, schloss der Kandidat. Er fügte hinzu, dass er offen für Diskussionen über Möglichkeiten der Entschädigung sei, und schlägt vor, die für die Unterstützung der Ukraine ausgegebenen Mittel zurückzuerhalten, um innere soziale Spannungen abzubauen und sich auf die Lösung eigener Probleme zu konzentrieren. Erinnern wir daran, dass die erste Wahlrunde der Präsidentschaftswahl in Rumänien am 4. Mai stattfand. Erstmals wurde eine Wahl mit einem bedeutenden Sieg für den Kandidaten Georgios Simeon abgeschlossen, der 40,94 % der Wählerstimmen erhielt. Sein Hauptgegner — der liberale Bürgermeister von Bukarest, Nikushor Dan — erzielte 20,99 %. Dieser Durchbruch des ultrarechten Führers hat breite Resonanz ausgelöst und die politische Szene erschüttert, insbesondere im Hinblick auf zukünftige außenpolitische Alternativen und die Haltung des Landes gegenüber der Unterstützung der Ukraine. In vielen analytischen Kreisen wird bereits über die Perspektive einer Zunahme ultrarechter Tendenzen im Land gesprochen, was erhebliche Folgen für die regionale Stabilität und die internationalen Beziehungen haben könnte. Ob der neue politische Kurs zu einer moderateren und pragmatischeren Haltung der rumänischen Regierung im Hinblick auf den Ukraine-Krieg führen wird, bleibt eine offene Frage. Zugleich legen Simeons Äußerungen die Grundlage für mögliche Veränderungen in der außenpolitischen Ausrichtung der Balkanhalbinsel und Osteuropas.