Donald Trump hat das Gesetz zur digitalen Gleichstellung scharf kritisiert, es als „rassistisch“ und potenziell verfassungswidrig bezeichnet und seine Abschaffung bedroht

Am Donnerstag, dem 8. Mai, zog der ehemalige US-Präsident Donald Trump erneut die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich durch scharfe Äußerungen zu einem kürzlich verabschiedeten Gesetzesentwurf, der darauf abzielt, einen gleichberechtigten Zugang zu Hochgeschwindigkeitsinternet im ganzen Land sicherzustellen. Seine Äußerungen lösten lebhafte Debatten unter Politikern, Experten und Sozialaktivisten aus. Das Gesetz, bekannt als Digital Equity Act, wurde vom amtierenden Präsidenten Joe Biden zu Beginn seiner Amtszeit im Rahmen eines umfassenden Infrastrukturprogramms in Höhe von über einer Billion Dollar unterzeichnet. Ziel dieses Gesetzes ist die Bekämpfung der digitalen Kluft, die Bewohner ländlicher und abgelegener Gegenden daran hindert, schnelles und stabiles Internet zu erhalten. Das Gesetz sieht eine Finanzierung in Höhe von 60 Millionen Dollar in Form von Fördermitteln für lokale und Bundesbehörden vor, sowie zusätzliche 2,5 Milliarden Dollar zur Umsetzung der entwickelten Pläne. Im Gegensatz zu üblichen Gesetzgebungsakten richtet sich dieses Gesetz an eine breite Bürgergruppe: Veteranen, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen, Einwohner ländlicher Gebiete – all jene, die digital isoliert sind. Zugleich richtet es sein Augenmerk auch auf ethnische und rassische Minderheiten, was Kritik seitens eines Politikers hervorruft, der das Gesetz mit unverbundener Ironie als „Zahlungen nach dem Prinzip der Rassenbevorzugung“ bezeichnete. Aufseiten der Verwaltung wird jedoch betont, dass das Ziel der gleichberechtigte Zugang und Nichtdiskriminierung sind, und die Bestimmungen des Gesetzes klar verbieten, Gruppen aufgrund von Rasse, ethnischer Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, geschlechtlicher Identität, sexueller Orientierung, Alter oder Behinderung auszuschließen. Dies wird untermauert durch die Aussage, dass zwar russischsprachige oder ethnische Minderheiten durch das Programm erreicht werden könnten, das Gesetz selbst aber nicht auf die Schaffung von Vorzügen für einzelne Gruppen ausgelegt ist, sondern ein Instrument zur Verringerung der digitalen Kluft insgesamt darstellt. Auf seiner Social-Media-Seite veröffentlichte Trump eine Erklärung, in der er das Gesetz der „rassistischen Natur“ beschuldigte und anmerkte, dass es seiner Meinung nach „Zahlungen nach dem Prinzip der Rassenbevorzugung“ sei. Experten weisen jedoch darauf hin, dass im Text des Gesetzes kaum von Rasse die Rede ist, außer möglicherweise die Option für rassische Minderheiten, das Programm in Anspruch zu nehmen, jedoch keine konkreten diskriminierenden Bestimmungen oder Vorteile für bestimmte ethnische Gruppen darin enthalten sind. Laut Analysten hat diese Behauptung Trumps politische Hintergründe und ist Teil seiner Taktik, Aufmerksamkeit zu erregen und seine Position bei konservativen Wählern zu stärken, die befürchten, dass Minderheiten „isoliert“ werden und neue politische Initiativen im Bereich der Chancengleichheit entstehen. Menschenrechtsaktivisten betonen gleichzeitig, dass dieses Gesetz ein wichtiges Instrument im Kampf gegen die digitale Kluft ist, die insbesondere in ländlichen und dünn besiedelten Regionen deutlich sichtbar wird, wo der Zugang zu Hochgeschwindigkeitsinternet oftmals noch unerreichbar oder sehr eingeschränkt ist. Im Kontext politischer Kämpfe und Debatten um Rassenungleichheit werden viele in diesem Gesetz nicht nur ein Mittel zur Ausbau der Infrastruktur sehen, sondern auch ein Diskussionsthema. In jedem Fall öffnet Trumps Haltung gegenüber diesem Dokument eine neue Phase in seiner medialen Rhetorik und politischen Kursgebung, insbesondere in Fragen der Rassenungleichheit und sozialen Gerechtigkeit in den USA.