Deutschland reagiert auf Budapest’s Aktionen: Zwei ungarische Diplomaten werden des Landes verwiesen

Chas Pravdy - 09 Mai 2025 19:37

Als Antwort auf die jüngsten diplomatischen Provokationen Ungarns hat die ukrainische Regierung einen ernsten Schritt unternommen — sie hat zwei ungarische Diplomaten zur persona non grata erklärt. Dieser Schritt wurde zum Signal, dass Kiew in der Situation, die direkt die nationale Sicherheit und Souveränität des Landes betrifft, nicht untätig bleiben wird. Laut offiziellen Angaben des ukrainischen Außenministeriums müssen die Vertreter der ungarischen Diplomatie innerhalb von 48 Stunden die Ukraine verlassen. Wie der Leiter des ukrainischen Außenministeriums, Andrij Sybiga, bei einer Pressekonferenz mitteilte, wurde dieser Schritt als Reaktion auf Maßnahmen der ungarischen Regierung unternommen, die Kiew als feindlich und provokativ ansieht. „Wir haben soeben den ungarischen Botschafter beim ukrainischen Außenministerium eingeladen, wo wir ihm eine entsprechende Protestnote überreicht haben. Dies ist ein Ausdruck unserer Bereitschaft, die nationalen Interessen zu verteidigen und entspricht dem Prinzip der Gegenseitigkeit in den diplomatischen Beziehungen“, erklärte der Außenminister. Ein Quellenvertreter aus dem ukrainischen Ministerium betonte, dass eine solche Maßnahme in dem Kontext der Verschlechterung der bilateralen Beziehungen notwendig sei, die durch die Enthüllung von Spionagetätigkeiten ungarischer Geheimdienste durch die ukrainische Seite ausgelöst wurde. Nach Angaben der Ukraine haben die Geheimdienste am 9. Mai ein Agentennetzwerk des militärischen Geheimdienstes Ungarns aufgedeckt, das angeblich in der Region Transkarpatien tätig war. Es wird berichtet, dass ungarische Spione Spionagedaten sammelten, indem sie die Stimmung der lokalen Bevölkerung sowie deren Reaktion auf eine mögliche Stationierung internationaler oder ungarischer Friedenskräfte in der Region sondierten. Im Zuge dieser Ereignisse bestritt Budapest zunächst jegliche Beteiligung seiner Strukturen an Spionageschemata. Laut Außenminister Péter Szijjártó hatte man in Ungarn keine Informationen über die Enttarnung eines ungarischen Agentennetzwerks in der Ukraine. Er betonte außerdem, dass er der Meinung sei, Kiew betreibe anti-ungarische Propaganda und habe diese Situation für politische Diffamierung Budapests ausnutzen wollen. Doch bereits einige Stunden später änderte sich die Situation. Die ungarische Regierung kündigte die Ausweisung von zwei ukrainischen Diplomaten aufgrund angeblichen Spionageaktivitäten an und warf Kiew vor, Spionagetätigkeiten zugunsten der ukrainischen Opposition durchzuführen, insbesondere im Zusammenhang mit der Partei „Tisa“. Budapest bezeichnete diese Erklärung ukrainischer Behörden als Provokation und deutete an, dass die Ereignisse um die Enttarnung des Spionagenetzwerks Hinweise auf eine Zusammenarbeit zwischen Kiew und einer oppositionellen politischen Kraft im Einflussbereich der Region seien. Die Verschärfung der diplomatischen Spannungen im Zusammenhang mit den Spionagevorwürfen und Enttarnungen schafft eine angespannte Situation in den bilateralen Beziehungen. Kiew betont, dass diese Maßnahmen eine aggressive Politik Budapests sowie den Versuch darstellen, die Ukraine auf internationaler Ebene zu diskreditieren, während Budapest auf den Schutz seiner Interessen sowie auf den Versuch verweist, die „anti-ungarische Propaganda“ zu bekämpfen. Die Umstände, die Verpflichtungen der Parteien und mögliche weitere Schritte werden maßgeblich die Entwicklung des diplomatischen Konflikts bestimmen. Es bleibt entscheidend, die Lage unter Kontrolle zu halten und nach Kompromissen zu suchen, um die Spannungen abzubauen und die normallyen Beziehungen zwischen Kiew und Budapest wiederherzustellen. Offene Fragen bleiben hinsichtlich der möglichen Folgen für die regionale Stabilität und die Zusammenarbeit in der Europäischen Union sowie für das weitere Vorgehen beider Länder im Kontext ihrer Beziehungen in einer Zeit erhöhter Spannungen zwischen Nachbarstaaten.

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