Deutschland hat die Einladung erhalten, dem erweiterten Partnerschaftsrahmen im Rahmen des Gemeinsamen Expeditionskörpers (JEF) beizutreten, nach dem Zwischenfall in der Küstenseestraße, der eines der Hauptthemen des letzten Gipfels war
Diese Entscheidung wurde durch Quellen bestätigt, einschließlich der auf der Website „European Truth“ veröffentlichten Informationen sowie offizieller Mitteilungen der norwegischen Regierung. Das Online-Treffen, das im Rahmen des Gipfels stattfand, führte zu wichtigen Beschlüssen zur Stärkung der Sicherheitskooperation in Europa und in der nahen Atlantikregion. An dieser Diskussion nahm auch der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Zelenskyi, teil, was die strategische Bedeutung dieser Initiative für Kiew unterstreicht. Er berichtete insbesondere über den Wunsch der Ukraine, die Integration in den JEF zu vertiefen und ein vollwertiges Mitglied zu werden, um die Erfahrung und die Möglichkeiten der Koalition bei der Bekämpfung russischer Aggression noch aktivierter zu nutzen. Wie der norwegische Premierminister Jonas Gahr Støre betont, war die Entscheidung, die Ukraine zum erweiterten Partnerschaftsrahmen im JEF einzuladen, eine logische Konsequenz der aktuellen sicherheitspolitischen Lage in Europa. „Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat Europa in die schwierigsten Sicherheitsbedingungen seit dem Zweiten Weltkrieg versetzt. Wir setzen uns für eine unerschütterliche Unterstützung der Ukraine ein und glauben, dass die Ukraine durch ihre Erfahrungen viel anderen beibringen kann, und dass eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem JEF zur Stabilisierung unserer Region beitragen wird“, erklärte er. Die Gipfelteilnehmer waren sich einig, dass die Stärkung der Rolle des JEF ein wichtiger Bestandteil im europäischen und transatlantischen Sicherheitsgefüge werden sollte. Während der Diskussionen wurde die Notwendigkeit hervorgehoben, die Aktivitäten des JEF mit der NATO zu koordinieren, mit der die Minister und Präsidenten bestreben, engere und effektivere Verbindungen zu schaffen. „Die JEF-Länder verfügen über einzigartige Erfahrungen im Bereich der regionalen Sicherheit und können eine zuverlässige Unterstützung für die Allianz bei der Überwachung und Reaktion in den Regionen der Ostsee, des Nordatlantiks und im hohen Norden sein“, betonte Støre. Der Gemeinsame Expeditionskörper ist eine Koalition, die bereits im Jahr 2014 gegründet wurde und unter Führung Großbritanniens steht. Zu ihr gehören Dänemark, Norwegen, Island, Schweden, Finnland, die baltischen Staaten und die Niederlande. Das Hauptziel dieser Initiative ist die Unterstützung der Sicherheit im Nordregion Europas und im Atlantik, mit besonderem Schwerpunkt auf die Stärkung der Verteidigungsmöglichkeiten als Reaktion auf potenzielle Bedrohungen durch die Russische Föderation. Anfang 2025 haben die JEF-Teilnehmer die Überwachung der Unterwasserinfrastruktur intensiviert, nachdem verdächtige Schäden an Seekabeln, insbesondere dem Unterseekabel Estlink-2 und mehreren Unterwasserverbindungen in der Küstenseestraße, festgestellt wurden. Diese Maßnahmen wurden nach einer Reihe von Zwischenfällen am 25. Dezember 2024 ergriffen, die Besorgnis hinsichtlich der Sicherheit der Kommunikation im Gebiet auslösten. Die Zusammenarbeit im Rahmen des JEF ist eine zusätzliche Komponente des multilagigen Sicherheitssystems, das nationale Maßnahmen sowie eine aktive Beteiligung innerhalb der NATO umfasst und die Verteidigungsfähigkeit der Region stärkt. Die Teilnahme der Ukraine an diesem erweiterten Partnerschaftssystem eröffnet neue Möglichkeiten für den Austausch von Erfahrungen, gemeinsame Übungen und koordinierte Maßnahmen im Kampf gegen moderne Sicherheitsherausforderungen. Insgesamt spiegelt die Entscheidung, die Ukraine in das erweiterte JEF-Partnerschaftssystem einzubeziehen, eine veränderte Form der regionalen Sicherheit wider, die zunehmend intensiver und umfassender wird im Kontext der aktuellen Krise und wachsender Herausforderungen. Es ist ein bedeutendes Signal an Russland und die internationale Gemeinschaft hinsichtlich der Ernsthaftigkeit Europas und seiner Verbündeten, Stabilität in naher Zukunft zu gewährleisten und das Verteidigungspotenzial in der Region zu stärken.