Der ungarische politische Kreis und die Sicherheitsdienste befinden sich derzeit in einer angespannten Lage nach der dreisten Erklärung Kiews über die Entdeckung eines Spionagesnetzwerks, das, nach Angaben der ukrainischen Seite, angeblich von ungarischen Nachrichtendiensten in der Ukraine geführt wurde

Chas Pravdy - 09 Mai 2025 19:36

Erst wenige Tage nach dieser Meldung entwickelte sich daraus ein diplomatischer Konflikt, dessen Eskalation bereits begonnen hat, sich auf die nationalen und europäischen politischen Prozesse auszuwirken. Laut der offiziellen Position der Regierung Viktor Orbáns, die am 9. Mai veröffentlicht wurde, versucht Kiew, die Instrumente der Demütigung im Rahmen eines innenpolitischen Kampfes auf sich zu ziehen. Die Ungarn behaupten, dass solche Anschuldigungen gegen ihr Land ein Beweis für die Annäherung ukrainischer Geheimdienste an eine der oppositionellen politischen Kräfte – die Partei „Tisa“ – seien. Diese Partei hat laut Budapest aktiv die im ukrainischen Medien veröffentlichten Fragen unterstützt und verbreitet, was aus Sicht der Regierung auf eine gemeinsame Arbeit mit Kiew im Rahmen von Destabilisierungs-Exploits hindeutet. „Die Erklärung über die Entdeckung ungarischer Spione ist ein klares Zeichen für eine verstärkte Koordinierung zwischen ukrainischen Geheimdiensten und der oppositionellen Partei ‚Tisa‘“, betonen die ungarische Regierung im Kabinett. Zugleich äußert Budapest große Besorgnis über solche Aktionen, da es in der jüngeren Geschichte des Landes noch keinen Präzedenzfall gab, bei dem inländische politische Akteure aktiv mit den Geheimdiensten fremder Staaten zusammenarbeiteten. Nach ihrer Ansicht könnte dies ernsthafte Risiken für die Stabilität und Sicherheit des Landes bedeuten. Außerdem wird in der Mitteilung des Ministeriums hervorgehoben, dass die Verbreitung der Informationen über die Entdeckung ungarischer Spione hauptsächlich von oppositionellen Strukturen initiiert und unterstützt wurde, wobei besonderer Fokus auf Meldungen lag, die rasch internationale Aufmerksamkeit erregten und zu einer groß angelegten Kampagne zur Diskreditierung Budapest in den Augen der europäischen Gemeinschaft führten. Dies unterstreicht erneut, so die ungarischen Behörden, dass „durch solch einen politischen Spielzug Ukraine und ihre Opposition versuchen, die inneren Konflikte zu verstärken“, während sie gleichzeitig angeben, dass diese destruktive Haltung die Spaltung in der Region vertieft. Die ungarische Regierung bestätigt außerdem, dass ihre Ablehnung, Waffen an die Ukraine zu liefern, eine weitere Spannungsebene geschaffen hat. Wie im Orbán-Kabinett berichtet wird, führte diese Ablehnung, die scharfe Kritik seitens Kiews und internationaler Partner hervorrief, dazu, dass Ungarn zu einem praktischen Ziel für politische Angriffe wurde. Sie warnen, dass eine engere Zusammenarbeit der ungarischen Opposition mit ukrainischen Sicherheitskräften in einer solchen Situation nicht nur besorgniserregend ist, sondern die Destabilisierung der Region auf lange Sicht bedroht. Gleichzeitig wurde die diplomatische Kriegserklärung von der ukrainischen Seite initiiert. Spät am Abend gab der operative Sicherheitsdienst der Ukraine eine offizielle Erklärung über die Festnahme eines Netzwerks von Informanten, das vom ungarischen Militärgeheimdienst entsandt wurde und im Zakarpattja tätig war, mit dem Ziel, Informationen über die gesellschaftliche Stimmung sowie mögliche Szenarien für den Einsatz ungarischer Streitkräfte in der Region zu sammeln. Laut Berichten versuchte diese Spionagenetzwerk, „den Boden abzuklopfen“, um die Meinungen der lokalen Bevölkerung im Kontext einer möglichen Einführung ausländischer Friedenskraft zu bewerten, was die ukrainischen und ungarischen Gemeinden vor Ort beunruhigt. Zunächst reagierte der ungarische Außenminister Péter Szijjártó vorsichtig und versicherte, dass Budapest noch keine offiziellen Informationen aus Kiew über die Entdeckung ungarischer Agenten habe, während er gleichzeitig auf die Herausforderungen in den Beziehungen zu Kiew durch angebliche antigungarische Propaganda hinwies, die Kiew verbreite. Doch bereits nach einigen Stunden nahm die Situation eine neue Wendung: Budapest kündigte offen die Ausweisung zweier ukrainischer Diplomaten an, die sie des Spionageaktivitäten zugunsten der ukrainischen Geheimdienste beschuldigten. Auf den diplomatischen Konfliktwegen zwischen der Ukraine und Ungarn dreht sich ein neuer Spannungsbogen, der bedeutende Folgen für die weitere Entwicklung der Beziehungen innerhalb der europäischen Gemeinschaft und des regionalen Sicherheitssaums haben könnte. Zugleich beginnen Experten und Analysten bereits zu sagen, dass die Situation zu einem Art Test wird, wie beide Länder diplomatische Lösungen finden und eine Eskalation vermeiden können, die sich negativ auf Stabilität und Sicherheit in der ganzen Region auswirken könnte.

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