Der Außenminister Ungarns, Péter Szijjártó, äußerte scharfe Kritik an den jüngsten Meldungen ukrainischer Sicherheitsbehörden über die Enttarnung eines Netzwerks von ungarischen Spionen, die angeblich auf dem Gebiet von Transkarpatien tätig waren

Chas Pravdy - 09 Mai 2025 12:28

Seinen Worten zufolge hat Budapest derzeit keine offiziellen Mitteilungen oder entsprechenden Dokumente von ukrainischer Seite erhalten, die die erhobenen Anschuldigungen bestätigen. Gleichzeitig betonte der Diplomat, dass in ukrainischen Medien und offiziellen Quellen häufig Anzeichen anti-ungarischer Propaganda sichtbar seien, die manchmal unbegründete Vorwürfe und Desinformationen enthält. Auf die Fragen von Journalisten bezüglich der Aussagen der SBU (Sicherheitsdienst der Ukraine) über die Enttarnung eines Netzwerks von Spionen, die angeblich im Transkarpatien tätig waren, um Aufklärungsinformationen zugunsten der ungarischen Geheimdienste zu sammeln, erklärte Szijjártó, dass er derzeit keinen Grund sehe, diesen Behauptungen ohne offizielle Bestätigung zu vertrauen. „Wir können unsere Meinung nur äußern, wenn wir konkrete Details oder ein offizielles Dokument erhalten. Bis dahin sollten all diese Meldungen vorsichtig und skeptisch betrachtet werden“, unterstrich er. Der ungarische Diplomat betonte erneut, dass er in seiner Praxis häufig mit Fällen konfrontiert ist, in denen in ukrainischen Medien und politischen Kreisen anti-ungarische Propaganda verbreitet werde. Laut Szijjártó sind viele dieser Aussagen unbegründet oder übertrieben, weshalb im heftigen politischen und informationellen Umfeld Vorsicht und eine kritische Haltung geboten sind. Diese Erklärung erfolgte vor dem Hintergrund verstärkter Aufmerksamkeit gegenüber den Vorwürfen der Spionagetätigkeit, die potenzielle Folgen für die bilateralen Beziehungen zwischen Ungarn und der Ukraine haben könnten. In Budapest wird betont, dass man einen offenen Dialog führe und Transparenz sowie gleichberechtigte Zusammenarbeit anstrebe, gleichzeitig aber auch darauf pocht, dass vor Schlussfolgerungen oder Anschuldigungen genaue und überprüfte Daten vorliegen müssen. Während die ukrainischen Sicherheitsbehörden auf eigenen Operationen bestehen und die Enttarnung eines Netzwerks ausländischer Geheimdienste verkünden, gibt es bisher keine offiziellen Bestätigungen für solche Meldungen, und zugleich sinkt das Vertrauen in die offiziellen ukrainischen Informationen in diesem Bereich. Insgesamt bleibt die Situation angespannt, und beide Seiten fordern zur Wahrung des Dialogs sowie zur Erhöhung des gegenseitigen Vertrauens auf. Gleichzeitig bereitet sich Budapest auf alle Entwicklungsszenarien vor und ruft dazu auf, keine Panik zu verbreiten, denn laut Szijjártó ist es jetzt wichtig, vorsichtig zu bleiben und die verbreiteten Nachrichten kritisch zu hinterfragen.

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