Зuper Gefahr oder Strategie der Abschreckung?

Chas Pravdy - 08 Mai 2025 13:42

Die ukrainischen Streitkräfte folgen dem Befehl, dem Feind jederzeit zu begegnen. Nach Berichten ukrainischer Quellen bleibt die Situation an der Front weiterhin angespannt, mit einigen bedeutenden Tendenzen zur Reduzierung der Aktivitäten der Besatzungstruppen. Nach untrüglicher Tradition bestätigten die meisten Einheiten, die in verschiedenen strategischen Richtungen – von Cherson, Zaporizhzhia und dem Donbass – operieren, dass ihnen ein klarer Befehl erteilt wurde, im Falle aggressiver Handlungen des Feindes Feuer zu eröffnen. Das bedeutet, dass Soldaten selbst in Zeiten eines Waffenstillstands oder kurzen Waffenpausen bereit bleiben, auf jedes Szenario zu reagieren, jedoch Zurückhaltung üben und keine aktiven Angriffe starten. Laut Informationen aus der Front – einschließlich Vertretern ukrainischer Brigaden – hat sich die Artillerieaktivität deutlich verändert. Es ist tatsächlich eine Tendenz sichtbar, die Intensität der Beschüsse durch die russischen Besatzer zu verringern. So verzeichnen die Gebiete Charkiw, Donezk und Zaporizhzhia weniger feindliche Angriffe, die Art der verwendeten Waffen ist weniger aktiv, und die Frequenz von Drohnen- und Artillerie-Explosionen hat abgenommen. Das ist zweifellos als ein Zeichen des sogenannten „Waffenstillstands“ zu werten, den die Russen seit Beginn des 8. Mai einseitig ausgerufen haben. Gleichzeitig warnen die ukrainischen Streitkräfte: Dieser gegenseitige Stillstand ist nur temporär und eher taktischer Natur als strategisch. Denn, laut operativen Berichten, werden russische Drohnen, vor allem vom Typ „FPV“, zur Aufklärung und Feuerkorrektur eingesetzt. Zum Beispiel gaben einige Einheiten in der Region Cherson an, dass sie seit Beginn des vorübergehenden Waffenstillstands keine direkten Artillerieangriffe registriert haben, jedoch russische Drohnen den Himmel zunehmend kontrollieren. Am Beispiel des Chersoner Frontabschnitts wird berichtet, dass eine spezielle Brigade, die diesen Bereich verteidigt, keine aktiven Beschüsse beobachtet, jedoch täglich Drohnenflüge überwacht und entsprechend den bestehenden Anweisungen reagiert. Laut Militärs haben sie den Befehl, im Falle eines Angriffs zu feuern, aber keinen Auftrag, im Voraus zu schießen. Diese Taktik, so sagen sie, schafft eine zusätzliche Abschreckungsebene und hilft, eine Eskalation zu vermeiden. Auf anderen Fronten, insbesondere in der Region Pokrowsk und Zaporizhzhia, zeigt sich ein ähnliches Bild. Die im Einsatz befindlichen Soldaten bestätigen, dass seit Mitternacht des 8. Mai Maßnahmen zur Vermeidung eines Bruchs des Waffenstillstands umgesetzt werden. So wurden in der Region Pokrowsk über zehn Zwischenfälle registriert, darunter Artillerieangriffe und Drohneneinsätze – alle als Reaktionen auf feindliche Aktionen und im Einklang mit den Befehlen des Kommandos ausgeführt. Auch die Lage in den Positionen in Zaporizhzhia ist geregelt. Die Soldaten erhielten klare Anweisungen, im Falle eines Feindes, der näher als 400 Meter kommt, zu warnen und zu feuern, während bei Weigerung, anzuhalten, Ziele zerstört werden. Diese Taktik dient der Abschreckung und der Sicherheit ihrer Positionen, da der Feind aktiv die Waffenruhe nutzt, um nachrüsten, Fahrzeuge bewegen und neue Angriffe vorbereiten zu können. Insgesamt bestätigen Quellen, dass die russischen Truppen den kurzen Zeitraum des „Waffenstillstands“ maximal für die Truppenverlegung und die Aufklärung an der Front nutzen. Sie verwenden Drohnen zur Überwachung und Feinkorrektur und kommen nicht von ihrer aktiven Artillerievorbereitung ab, auch wenn offiziell ein dreitägiger Waffenstillstand verkündet wurde. Die Streitkräfte der Ukraine betonen, dass die Befehle unverändert bleiben: Bei jedem Bruch der Ruhephase ist Gegenfeuer angesagt, wobei Besonnenheit und Zurückhaltung gewahrt werden sollen. Dies ist notwendig, um eine Eskalation zu verhindern und die Lage unter Kontrolle zu halten, solange der dreitägige „Waffenstillstand“, den Russland einseitig ausgerufen hat, anhält. Unterdessen hat Russland die Angriffe mit taktischer Luftwaffe verstärkt, und feindliche Drohnen fliegen weiterhin am Himmel, erzeugen Spannung und sorgen für Besorgnis bei ukrainischen Streitkräften und Zivilisten. Das Gebiet Charkiw meldete Opfer infolge eines russischen Angriffs – ein Auto wurde getroffen, und drei Frauen kamen ums Leben, was eine der vielen Opfer dieses Krieges ist. Gleichzeitig wurden in der Region Sumy in der Nacht des 8. Mai Raketenangriffe registriert, bei denen eine Person starb und zwei weitere verletzt wurden. Solange also der „schleichende“ Waffenstillstand eine gewisse Pause einlegt, bleiben die ukrainischen Streitkräfte auf Alert und erfüllen ihre Aufgaben gemäß den Befehlen. Es handelt sich um eine Taktik der Geduld und Zurückhaltung, die für den weiteren Erfolg der Ukraine und das Verhindern einer Eskalation des Konflikts entscheidend sein soll.

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