Zum internationalen Schadensregister, das die Schäden infolge russischer Aggression gegen die Ukraine dokumentiert, sind bereits über 27

Chas Pravdy - 08 Mai 2025 07:32

000 Ansprüche eingegangen. Dies weist auf das Ausmaß und die Schwere der Kriegsauswirkungen auf die ukrainische Gesellschaft und Infrastruktur hin. Diese Informationen wurden aus offiziellen Quellen bekannt gemacht, mit Bezug auf die deutsche Ausgabe DW sowie ukrainische Medien, insbesondere „European Pravda“. Nach Angaben des Leiters des Registers, Markian Kljuchkowskyj, sind derzeit rund 27.500 Ansprüche in verschiedenen Kategorien registriert, wobei die meisten davon Schadensmeldungen wegen Zerstörung von Wohngebäuden sind. Diese sind die ältesten nach Zeitpunkt der Meldung und haben den größten materiellen Wert. In einem Kommentar betonte Kljuchkowskyj, dass die durchschnittliche Schadenshöhe in dieser Kategorie etwa 60–62 Tausend Euro beträgt, was auf erhebliche finanzielle Verluste der vom Krieg Betroffenen hinweist. Nach seinen Worten summieren sich die Schadensberechnungen in der Zahl der Ansprüche auf insgesamt mehr als eine Milliarde Euro. Gleichzeitig weist die Regierung darauf hin, dass viele Ansprüche mit immateriellen Verlusten verbunden sind – beispielsweise den Verlust von Leben, das Verschwinden ohne Spuren und andere Auswirkungen, die im Geldwert schwer abzuschätzen sind. Das Schadensregister ist der erste Schritt zur Schaffung eines modernen Kompensationsmechanismus. Derzeit erfolgen jedoch noch keine Auszahlungen. Wie Kljuchkowskyj erklärte, ist die Entwicklung und Umsetzung eines entsprechenden Mechanismus noch im Gange, und konkrete Termine für den Beginn der finanziellen Zahlungen sind schwer vorherzusagen. Er schätzt, dass diese Perspektive innerhalb von ein bis fünf Jahren verwirklicht wird, abhängig von der politischen und geopolitischen Situation. Am wahrscheinlichsten ist es, dass der Mechanismus in den nächsten zwei bis drei Jahren implementiert und die Finanzierung aufgenommen werden kann. Es ist vorgesehen, dass bis Ende dieses Jahres die Arbeiten an einer entsprechenden Roadmap abgeschlossen werden, die die Schaffung und Inbetriebnahme eines Ausgleichs-Systems vorsieht. Der nächste Schritt ist die Ratifizierung dieser Vereinbarung auf internationaler Ebene, die bis Ende 2024 erfolgen soll. Die Umsetzung wird dann voraussichtlich im Jahr 2026 möglich sein. Das bedeutet, dass die Betroffenen in der Ukraine mehrere Jahre nach der endgültigen Entscheidung die notwendigen Zahlungen erhalten können. Erinnern wir daran, dass das Datum der Gründung des Internationalen Schadensregisters im Mai 2023 während des EU-Ratsgipfels in Island festgelegt wurde. Der bekannte ukrainische Jurist und Bürgerrechtsaktivist Markian Kljuchkowskyj wurde als geschäftsführender Direktor dieses in Den Haag ansässigen Registers ernannt. Das Register stellt den ersten wichtigen Schritt bei der Entwicklung eines Systems von Mechanismen für Entschädigungen dar, die den vom Krieg Betroffenen in der Ukraine eine gerechte Wiedergutmachung für zerstörtes oder verloren gegangenes Eigentum und andere Verluste ermöglichen sollen. Es ist zu bemerken, dass dem Internationalen Register bereits 43 Staaten sowie die Europäische Union beigetreten sind. Wichtig ist, dass im Rahmen von RD4U ans Che Andrésel können bereits Ansprüche nicht nur bezüglich Schäden oder Zerstörung von Wohnraum, sondern auch im Zusammenhang mit dem Tod von Angehörigen, unrechtmäßigem Verschwinden oder anderen bedeutenden Verlusten, die moralische und psychologische Aspekte haben, eingereicht werden. Dies bestätigt die Ernsthaftigkeit der Absicht, ein effektives Instrument für Entschädigungszahlungen für die vom russischen Angriff Betroffenen auf internationaler Ebene zu schaffen. Auf die Zukunft blickend, wird die Schaffung und Einführung solcher Mechanismen es der Ukraine und der internationalen Gemeinschaft ermöglichen, wirksamer auf die vielfältigen Folgen des Krieges zu reagieren und denen zu helfen, die am schwersten getroffen wurden. Es ist jedoch zu beachten, dass die Umsetzung dieser Pläne Zeit erfordert und höchste politische Zustimmung notwendig ist. Der kontinuierliche Dialog im Rahmen der bereits in Den Haag laufenden Verhandlungen sowie die Unterstützung internationaler Partner geben Anlass zur Hoffnung auf schrittweise Fortschritte in diesem Bereich. Somit werden die Ukrainer in Zukunft die lang ersehnte finanzielle Unterstützung erhalten können, was ein bedeutender Schritt zur Wiederherstellung des Vertrauens und zur Gerechtigkeit ist. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass es derzeit noch verfrüht ist, konkrete Termine für den Beginn der Auszahlungen festzulegen. Entscheidend ist außerdem die Wahrung der politischen Stabilität und die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft, um die erfolgreiche Umsetzung des internationalen Entschädigungsmechanismus zu gewährleisten.

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