Ukrainische Strafverfolgungsbehörden führen eine gründliche Untersuchung der Massengewaltakte durch, die russische Besatzer gegenüber ukrainischen Kriegsgefangenen begangen haben
Nach neuesten Daten wurden bislang 268 ukrainische Verteidiger erschossen, von denen die meisten bereits vor oder während der Kämpfe vernichtet wurden, ein Teil aber auch in der grausamen "Oleniwka"-Gefängnis. Dies hat sowohl bei Menschenrechtsaktivisten als auch bei den nationalen Ermittlungsstellen erhebliches Besorgnis ausgelöst, die bestrebt sind, die Wahrheit ans Licht zu bringen und die Täter zur Verantwortung zu ziehen. Darüber informierte Yuriy Belousov, Leiter des Dezernats für die Bekämpfung von Straftaten im Kontext des bewaffneten Konflikts im Generalstaatsanwaltsbüro, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur "Ukrinform". Seinen Worten zufolge kontrollieren die Ermittlungsbehörden seit langem die Situation der Massenerschießungen ukrainischer Kriegsgefangener durch die russischen Invasoren. "Wir haben die Bestätigung, dass 268 unserer Landsleute vorsätzlich durch die Besatzer getötet wurden. 208 Kriegsgefangene wurden bereits auf dem Schlachtfeld erschossen, 59 in der bekannten Haftanstalt 'Oleniwka'. Das ist ein systematisches Verbrechen, und wir arbeiten bereits aktiv an dessen Aufklärung", betonte er. Besonders beunruhigend ist die zunehmende Tendenz solcher Verbrechen. Während im Jahr 2023 insgesamt nur 11 Fälle der Erschießung ukrainischer Kriegsgefangener dokumentiert wurden, stieg diese Zahl im Jahr 2024 auf 149. Und in den ersten Monaten des Jahres 2025 haben die Ermittler weitere 51 Vorfälle registriert. Diese Zahlen deuten auf eine systematische und regelmäßige Durchführung solcher schädlichen Handlungen durch die Besatzungskräfte hin. Belousov hebt hervor, dass die ukrainischen Gerichte bereits die ersten Urteile gegen Kriegsverbrecher gefällt haben, darunter auch drei russische Soldaten, die wegen ihrer Beteiligung an Erschießungen verurteilt wurden. Die Ermittlungen laufen jedoch weiterhin, und die Behörden decken nachdrücklich die Verantwortlichen für diese Verbrechen auf. Zudem befinden sich derzeit mehrere russische Soldaten in Untersuchungshaft, denen die Mitwirkung an systematischen Verstößen gegen die Rechte der Gefangenen vorgeworfen wird. Ein weiterer Schwerpunkt der Ermittlungen ist die Tragödie im "Oleniwka"-Gefängnis, bei der eine heftige Explosion eine Massenkatastrophe verursachte: Neun Gefangene starben sofort. Belousov zufolge haben die ukrainischen Ermittler bereits den Verdacht gegen die Leitung der Einrichtung sowie ihren Stellvertreter erhoben, denen laut vorläufigen Daten keine Maßnahmen zur medizinischen Versorgung nach der Explosion ergriffen wurden. "Wir gehen davon aus, dass deren Handeln oder Unterlassen die Verluste wesentlich mitverursacht hat. Was die Organisation der Explosion betrifft – dieses Verbrechen befindet sich noch in der Untersuchung und ist eine unserer vorrangigen Aufgaben. Wir wollen alle Umstände klären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen", ergänzte er. Insgesamt wird die Untersuchung zur Ermittlung und Bestrafung der Verantwortlichen für Verbrechen gegen ukrainische Kriegsgefangene mit größter Seriosität fortgesetzt. Es ist wichtig zu betonen, dass diese Misshandlungen und Grausamkeiten nicht ungestraft bleiben werden – unabhängig davon, welches Land oder welche Person hinter diesen Verbrechen steckt. die Ukraine besteht nachdrücklich darauf, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, und die Menschenrechtsgemeinschaft ruft die internationale Gemeinschaft dazu auf, bei diesen schrecklichen Fakten nicht tatenlos zuzusehen, die tief alle Menschenrechts- und Gerechtigkeitsliebenden bewegen.