In Vatikan fand ein historischer Moment statt — die Wahl des neuen Papstes, bei der der 69-jährige amerikanische Kardinal Robert Francis Prevost ausgewählt wurde

Chas Pravdy - 08 Mai 2025 20:39

Er nahm den päpstlichen Titel Leo XIV an und wählte symbolisch einen Namen, den einige der bedeutendsten Päpste in der Geschichte der Kirche getragen haben. Dies war das erste Mal in der modernen Geschichte der katholischen Kirche, dass eine führende Persönlichkeit aus den Vereinigten Staaten zum Oberhaupt des Vatikans wurde. Die Wahl erfolgte am zweiten Tag nach Beginn des geschlossenen Konklaves — der Zeremonie der Papstwahl, bei der die Kardinäle im Vatikan zusammenkamen. Seine Auswahl wurde während der Abstimmung bestätigt, die als leitendes Ergebnis in den komplexen innerkirchlichen und diplomatischen Verhandlungen galt. Zum ersten Mal in der Geschichte der katholischen Kirche wurde der Stellvertreter des Apostolischen Stuhls aus Amerika—einem Land, das lange Zeit zu den Weltmächten gezählt hat. Robert Prevost wurde bereits 2023 auf Wunsch des verstorbenen Papst Franziskus zum Kardinal ernannt. Er erwarb sich den Ruf eines konservativen und gleichzeitig maßvollen Ideologen der kirchlichen Politik. Seine besondere Erfahrung sammelte er in Südamerika, insbesondere in Peru, wo er längere Zeit in Chiclayo diente. Sein aktives missionarisches Engagement und seine Verwaltungserfahrung in verschiedenen Ländern der Welt machten ihn zu einem starken Kandidaten, der in der Lage ist, Gegensätze zu vereinen und die Kirche in modernen Zeiten zu führen. Ein bedeutender Aspekt seiner Wahl ist die mögliche Fortsetzung des Erbes, das Papst Franziskus gelegt hat. Prevost, ein europäischer Führer mit langjähriger Erfahrung in lateinamerikanischen und amerikanischen kirchlichen Strukturen, wird voraussichtlich eine Politik der moderaten Reformen und der Suche nach Kompromissen sowohl in der Innen- als auch in der Außenpolitik des Vatikans fortsetzen. Bereits vor der Wahl des neuen Papstes wurden unter den Kandidaten aktiv der italienische Kardinal Pietro Parolin, der philippinische Geistliche Luis Antonio Tagle, sowie der Franzose Jean-Marc Aveline, der Ungar Pópy Ernő und der Italiener Piero Batti Pizzaballa diskutiert. Die Auswahl wurde bei einem geschlossenen Treffen der Kardinäle getroffen, das das erste nach dem Konklave nach dem Begräbnis von Papst Franziskus am 26. April war. Die Abstimmung zeigte Vertrauen in Prevost als Kandidaten, was auf eine stärkere Rolle der USA in der weltweiten katholischen Gemeinschaft hinweist. Dieses Ereignis wird unweigerlich Auswirkungen auf die internationale Diplomatie und die interne Politik der Kirche haben. Je nach den innerkirchlichen Prioritäten könnte der neue Papst sowohl eine engere Zusammenarbeit mit der ukrainischen Kirche fördern als auch diplomatatische Initiativen in Konfliktregionen vorantreiben. Die breite Öffentlichkeit stellt sich bereits die Frage: Wird er zu einem neuen Freund der Ukraine innerhalb der Kirche? Welchen Zukunftsausblick für den Vatikan hat er skizziert? Und welche Veränderungen können wir unter seiner Leitung im kirchlichen Leben erwarten? Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, ob es dem neuen Papst gelingt, Grenzen traditioneller Rahmen zu überschreiten und einen neuen Ansatz im Umgang mit aktuellen Herausforderungen zu zeigen. Es ist bekannt, dass Prevost ein Verfechter eines moderaten Kurses ist, der das schon fragile politische und spirituelle Klima in der Kirche ausbalancieren könnte. Seine Wahl eröffnet neue Möglichkeiten für die Kirche in einer sich rasch verändernden Welt und könnte eine neue Phase in ihrer Geschichte einläuten. Natürlich wird die Zeit zeigen, ob Robert Prevost als Leo XIV in der geistigen Gemeinschaft des Vatikans und der weltweiten Kirche leuchten wird. Doch bereits jetzt löst seine Ernennung lebhafte Debatten sowohl innerhalb der kirchlichen Kreise als auch außerhalb der römischen Kurie aus. Es ist der Anfang eines neuen Kapitels — eine Geschichte, die zweifellos die Schicksale von Milliarden Gläubigen und der ganzen Welt prägen wird.

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