Die Außenministerinnen und Außenminister der Europäischen Union beabsichtigen, in den kommenden Tagen die endgültige Entscheidung über die Einrichtung eines internationalen Tribunals zur Verfolgung hochrangiger russischer Regierungsvertreter, insbesondere Wladimir Putins, wegen des Verbrechens der Aggression gegen die Ukraine zu treffen

Chas Pravdy - 08 Mai 2025 18:39

Laut der hohen Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaie Calallas, soll diese wichtige Entscheidung im Rahmen ihres informellen Besuchs in Kiew am 9. Mai – dem Tag des Sieges über den Nationalsozialismus in Europa – beschlossen werden. Nach Angaben, die Calallas im Voraus bekannt gab, wird während dieses Besuchs eine offizielle politische Abstimmung über die Schaffung eines speziellen internationalen Gerichts erfolgen, das die Verantwortlichen für Kriegsverbrechen und das Verbrechen der Aggression gegen die Ukraine zur Rechenschaft ziehen soll. „Morgen geben wir die endgültige politische Zustimmung zu diesem wichtigen Instrument. Es wird keine Straflosigkeit geben. Wir werden alles tun, um die Verantwortlichen für die begangenen Verbrechen zur Rechenschaft zu ziehen“, betonte sie. Calallas fügte außerdem hinzu, dass auf technischer Ebene bereits alle juristischen und organisatorischen Fragen zur Errichtung des Tribunals abgestimmt wurden und es nun nur noch um die politische Genehmigung geht. Die offizielle Entscheidung wird vom Europarat getroffen, dem die Generalsekretärin dieser Organisation, Ahlena Bersen, in Videokonferenz beitreten wird. Die Bedeutung dieses Schrittes unterstreicht auch die Tatsache, dass die EU-Führung ihre Unterstützung für die Initiative durch eine bedeutende politische Geste bestätigt hat. Darüber hinaus kündigte Calallas an, dass am Tag des Sieges – dem 9. Mai – die Bereitstellung von einer Milliarde Euro zur Unterstützung der Verteidigungsindustrie der Ukraine angekündigt werden soll. Dies ist eine bedeutende Unterstützung für die ukrainischen Streitkräfte im Kontext des Krieges und eine Hilfe zur Stärkung der Verteidigungskapazitäten des Landes angesichts der anhaltenden Aggression. Der polnische Außenminister Radosław Sikorski bestätigte ebenfalls, dass die Kollegen aus anderen EU-Ländern, die an der Einrichtung des Tribunals arbeiten, am 9. Mai nach Lemberg (Lwiw) reisen werden. Diese Stadt wurde als zukünftiges Gerichtsstandort ausgewählt, das seine Arbeit bereits im Jahr 2025 aufnehmen soll. Wichtig ist, dass die Vorbereitungsarbeiten – insbesondere die Entwicklung juristischer und technischer Dokumente – bereits abgeschlossen sind und sich in der Endphase befinden. Laut Quellen hat der Generalsekretär des Europarates, Ahlena Bersen, gerade bestätigt, dass die Organisation bereit ist, das Tribunal „rasch in Betrieb zu nehmen“. Nach seiner Überzeugung müssen die Mitgliedsländer politische Willensbekundungen zeigen und eine gemeinsame Plattform für die Umsetzung dieses strategischen Projekts finden. Er forderte die Staaten auf, sich aktiv am Prozess zu beteiligen, und hob die Bedeutung der Schaffung einer rechtlichen Grundlage für die Verfolgung der für Kriegsverbrechen Verantwortlichen hervor. Ein weiteres Quelle – ein Interview mit dem Generalsekretär des Europarates, Ahlena Bersen, das kürzlich veröffentlicht wurde, erklärt, dass die Eröffnung des Tribunals für das Verbrechen der Aggression Russlands bereits bis 2025 geplant ist. Er betonte, dass die Mehrheit der wichtigsten EU-Länder diese Initiative unterstützt und bereit ist, an deren Umsetzung zu arbeiten. In diplomatischen Kreisen wird zudem erwähnt, dass momentan keine negativen Signale aus den USA bezüglich der Schaffung eines speziellen Tribunals vorliegen, was die europäischen Partner zusätzlich motiviert. Insgesamt ist dieser Schritt von historischer Bedeutung für die koordinierte Anstrengung der internationalen Gemeinschaft, die Verantwortlichen für die Aggression und den Krieg gegen die Ukraine zur Rechenschaft zu ziehen. Angesichts der ehrgeizigen Zeitpläne und des hohen politischen Rückhalts gewinnt die Einrichtung eines Tribunals zur Verfolgung der Hauptbeteiligten der russischen Aggression zunehmend konkrete Konturen und wird zu einem Symbol internationaler Solidarität im Kampf für Wahrheit und Gerechtigkeit.

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