Der Außenminister Polens, Radosław Sikorski, hat offen die Entscheidung Amerikas bezeichnet, sich nicht an dem internationalen Gericht, das für die Bestrafung Wladimir Putins wegen Kriegsverbrechen gegen die Ukraine geschaffen wurde, zu beteiligen, als einen wesentlichen politischen Zug des Kremls

Chas Pravdy - 08 Mai 2025 19:38

Seinen Worten nach ist diese Ablehnung der USA nur eine von etwa zehn gewichtigen Zugeständnissen, die die neue US-Regierung zugunsten des russischen Führers gemacht habe, wodurch eine Tendenz zur Abschwächung der Unterstützung für den ukrainischen Kampf und eine allmähliche Schwächung des internationalen Drucks auf Moskau unterstrichen werde. Nach dem informellen Treffen der Außenminister der Europäischen Union, das vergangene Woche stattfand, äußerte Sikorski eine markante Bemerkung zum Status der internationalen Initiative zur Schaffung eines Sondertribunals für Wladimir Putin. Er betonte, dass die Weigerung der USA, an diesem Prozess teilzunehmen, ein bedeutender Zug Russlands sei, das aktiv Verantwortung für seine Verbrechen vermeide. Dieses Decision, so der polnische Diplomat, symbolisiere einen gewissen Niedergang der Einheit in den Ansätzen der westlichen Länder im Hinblick auf die Reaktion auf die Aggression. „Die Aussetzung der Beteiligung der USA an dieser Sache ist eine von fast zehn wichtigen Zugeständnissen, die die neue US-Regierung für Wladimir Putin gemacht hat“, erklärte Radosław Sikorski. Er hob hervor, dass Washington derzeit Anschein von Schwäche und diplomatischer Unentschlossenheit zeige, während Moskau umgekehrt das Signal erhalte, dass seine Handlungen keine ernsthaften Folgen haben. Zugleich äußerte der Politiker die Hoffnung, dass Präsident Trump, bekannt für seine Verhandlungskunst, die richtige Schlussfolgerung ziehen werde und als Reaktion auf diese diplomatische Zugeständnis Mechanismen des Drucks und negativer Anreize einsetzen werde, um Kreml zu mehr Vernunft zu bewegen. Unterdessen wurden bereits vor dieser Erklärung auf EU-Ebene mehrere wichtige Schritte unternommen, um die Einrichtung eines internationalen Tribunals gegen Putin zu starten. Die leitende Diplomatin der Europäischen Union, Kaja Kallas, kündigte die „endgültige politische Zustimmung“ zur Schaffung des Gerichts bereits am 9. Mai in der Ukraine an – genau im Rahmen der Victory Day-Feierlichkeiten. Eine Gruppe verantwortlicher Staaten hat bereits die vorbereitenden rechtlichen und technischen Dokumente für die Einrichtung des Spezialtribunals auf Basis des Europarates abgeschlossen, was einen bedeutenden Meilenstein im Prozess der rechtlichen Verantwortlichmachung darstellt. Die Leitung des Europarats bestätigte ihre Bereitschaft, die Einrichtung rasch zu starten. Der Generalsekretär der Organisation forderte die Mitgliedstaaten auf, den politischen Willen zu zeigen und entschlossen zu handeln, um den Start des Tribunals sicherzustellen. Die aktuelle geopolitische Lage und die internationale Unterstützung zeigen, dass die Schritte auf dem Weg zur Rechtsprechung in konkrete Aktionen umgesetzt werden, allerdings könnte die fehlende aktive Beteiligung der USA die endgültige Umsetzung dieser Initiative erheblich beeinflussen. Damit wird die Situation rund um die Einrichtung eines internationalen Tribunals für Wladimir Putin zu einem anschaulichen Beispiel diplomatischer Spiele, bei denen große Akteure nicht immer bereit sind, ihre Kräfte im Interesse der Gerechtigkeit zu bündeln. Die Ablehnung der USA, an diesem Prozess teilzunehmen, ist ein ernsthafter Warnhinweis, dass die zukünftige Rechtsprechung gegen den russischen Führer in großem Maße fraglich bleibt, während Europa und andere Verbündete versuchen, den Impuls aufrechtzuerhalten und einen Rückschritt im Kampf um Gerechtigkeit und Verantwortlichkeit für die Aggressionsverbrechen zu verhindern.

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