Am Abend des 8

Chas Pravdy - 08 Mai 2025 22:29

Mai landete ein Flugzeug des slowakischen Premierministers Robert Fico am Moskauer Flughafen, der sich zu einem offiziellen mehrtägigen Besuch aufhielt. Dies ist eine bedeutende Veranstaltung, angesichts des politischen Kontextes und der Besonderheiten der Zusammenarbeit zwischen den Ländern, da solche Besuche in der Regel von einer Reihe diplomatischer Treffen und hochrangiger Verhandlungen begleitet werden. Laut der slowakischen Nachrichtenagentur TASR reisten mehrere bekannte Persönlichkeiten aus der Politik zusammen mit Fico nach Moskau, darunter Mitglieder der regierenden Partei Smer-SD: Erik Kalinák, Ľuboš Blaha und Ričard Gluk. Auch an Bord war der Abgeordnete der rechtsextremen Slowakischen Nationalpartei, Miro Radačovský. Alle versammelten sich in Moskau im Rahmen eines diplomatischen Besuchs, der vor wichtigen Daten im russischen Kalender stattfand und mit den Gedenktagen des Siegestages zusammenfällt. Das geplante Programm sieht Treffen mit mehreren Weltführern vor: vor allem mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, mit dem der Premierminister ein enges und bedeutendes Gespräch führen wird. Zudem beabsichtigt Fico, sich mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping, dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva und einem Vertreter der vietnamesischen Regierung zu treffen. Die Ereignisse finden im Kontext der Vorbereitung auf die Feierlichkeiten zum 9. Mai – dem Tag des Sieges der sowjetischen Völker über den Nationalsozialismus im Zweiten Weltkrieg – statt. Interessant ist jedoch, dass im Visaprogramm keine Teilnahme des slowakischen Premiers am traditionellen Militärparade zu diesem Datum vermerkt ist. Diese Entscheidung stößt gelegentlich auf Verwunderung und hat zusätzliche Spannungen erzeugt, da solche Entscheidungen politischer Differenzen oder interner Absprachen zugrunde liegen könnten. Angesichts diplomatischer Feinheiten wurde der Flugplan von Fico erheblich erschwert, da die baltischen Staaten seiner Maschine die Durchquerung ihres Luftraums untersagten, was die Delegation zwang, eine alternative Route über den Nachbarländern Ungarn und Rumänien zu wählen. Dieser Umweg war zeitaufwändiger und unterstreicht die Spannungen in den regionalen Beziehungen sowie die Tendenz, diplomatische Kontakte mit bestimmten Ländern einzuschränken. Besonders hervorzuheben ist, dass unter den ausländischen Führern lediglich der slowakische Premier und der serbische Präsident Aleksandar Vučić die einzigen Vertreter Europas sind, die eine Einladung zur Teilnahme an den Feierlichkeiten in Moskau zum Tag des Sieges erhalten haben. Dies deutet auf einen besonderen Status ihrer Delegationen hin und möglicherweise auf das Bestreben der russischen Seite, ein günstigeres diplomatisches Klima mit diesen Ländern aufrechtzuerhalten. Damit findet Robert Ficos Besuch in Moskau vor dem Hintergrund komplexer internationaler Signale statt und unterstreicht ein akribisches diplomatisches Spiel, das den Balanceakt zwischen nationaler Politik und Außenbeziehungen sowie den Wunsch, komplexe geopolitische Fragen im Rahmen historischer Gedenktage zu erörtern, widerspiegelt.

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