Rumänien hat auf Putin geantwortet: Der Versuch, Bukarest den Krieg gegen die Ukraine anzulasten, wurde entschieden zurückgewiesen

Chas Pravdy - 07 Mai 2025 13:40

In den aktuellen geopolitischen Berichten und diplomatischen Diskussionen zwischen den Mitgliedsländern der NATO und der RF wird zunehmend die Frage der Verantwortung für den anhaltenden Krieg in der Ukraine thematisiert. Die jüngste Ansprache des russischen Präsidenten Wladimir Putin, in der er Rumänien und Bulgarien der Förderung von Spannungen bezichtigt und ihnen eine erhebliche Mitschuld am verheerenden Konflikt zuschreibt, rief eine scharfe Reaktion der offiziellen Bukarester Regierung hervor. Das Außenministerium Rumäniens veröffentlichte eine deutlich und scharf formulierte Antwort durch den Pressesprecher Andrei Călin Cărămuș, der betonte, dass jegliche Vorwürfe der russischen Führung nichts weiter als Versuche seien, die Verantwortung für die Aggression auf andere Länder abzuwälzen. Laut dem diplomatischen Vertreter sei die Entscheidung, Rumänien der NATO beizutreten, eine souveräne Wahl freier Staatsbürger und verbündeter Staaten und stelle keinesfalls eine Bedrohung für Stabilität oder Sicherheit der Region dar. Im Gegenteil, unterstrich Cărămuș, sei diese strategische Integration eine Reaktion auf die russische Aggression und den Wunsch, den europäischen Raum vor der vom Krieg zertrümmerten Willkür Russlands zu schützen. Der Sprecher hob zudem hervor, dass Putin in seiner Rhetorik auf bereits bekannte Narrative zurückkehrt, die Anlass für den Kriegsausbruch gaben, darunter die Annexion der Krim und der groß angelegte Einmarsch in die Ukraine. „Der einzige, der tatsächlich eine Bedrohung für die regionale Stabilität in Europa darstellt, ist die Russische Föderation. Sie führt einen illegalen Krieg, greift Zivilisten brutal an und begeht zahlreiche Kriegsverbrechen. Zudem verbreitet Kreml aktiv Desinformation und führt antieuropäische, anti-nato Propaganda, die auf eine Schwächung der Einigkeit westlicher Werte abzielt“, erklärte Cărămuș. Vorsichtig, aber gleichzeitig entschieden reagierte er auf die Vorwürfe und betonte, dass Russland Propagandainstrumente einsetzt, um seine Aggression zu rechtfertigen. Besonders aufschlussreich ist eine Szene aus dem propagandistischen Dokumentarfilm „Russland. Kreml. Putin. 25 Jahre“, der vom russischen Staatsfernsehen „Rossija 1“ ausgestrahlt wird. In diesem Film, der auf Archivaufnahmen und Interviews basiert, ist eine Aussage des russischen Führers zu hören, die vor ein paar Jahren gemacht wurde, in der Putin eine mögliche Präsenz amerikanischer Basen in Bulgarien und Rumänien im Kontext amerikanischer Expansion beschuldigt. Im Videomaterial werden auch zeitgenössische Zitate gezeigt, in denen Putin erklärt, seine früheren Äußerungen seien dazu gedacht gewesen, das Konzept dem Westen zu vermitteln und eine Reaktion zu provozieren, die jedoch ausblieb, was letztlich zum Krieg in der Ukraine führte. Die präsentierten Szenen und Kommentare belegen, dass der Kreml versucht, seine Aggression zu rechtfertigen, insbesondere durch Ideen einer „Bedrohung“ seitens der NATO und des Westens. Außerdem wird in der Dokumentation erwähnt, dass Putin in seinen Interviews und Auftritten eine alte Konzeption vertritt, insbesondere im Zusammenhang mit der Annexion der Krim und den Kriegen in der Ukraine, wobei er seine Handlungen verteidigt und sie mit dem Schutz russischer Interessen rechtfertigt. Amerikanische und europäische Analysten stellen fest, dass in diesem Film eine grobe und zynische Nutzung von Geschichte und aktuellen Ereignissen erfolgt, um eine ideologische Front zu formen, die ausschließlich auf die Rechtfertigung der Putin-Politik abzielt. Laut Berichten, die in dem Film zitiert werden, seien die Äußerungen Putins und Archivaufnahmen Teil einer Informationskampagne, die darauf gerichtet sei, die Unterstützung in Russland zu festigen und ein idealisiertes Bild des Führers bei seinen Anhängern zu schaffen. Wichtig ist, dass diese Botschaften aktiv von Aufrufen zur „Verteidigung russischer Interessen“ begleitet werden und jegliche Provokationen seitens des Westens abgestritten werden. Zugleich bestätigt Putin in seinen Äußerungen immer wieder, dass sein Ziel ausschließlich die Wahrung des russischen Einflusses sei, auch durch Kriegshandlungen. Er äußert zudem die Hoffnung, dass der Einsatz von Nuklearwaffen eines Tages vermieden werde. Im rumänischen Parlament läuft eine aktive politische Debatte über den Krieg und seine Konsequenzen. Besonders erwähnenswert ist, dass der ultrarechte Kandidat George Simeon Anfang Mai die erste Runde der Präsidentschaftswahl gewann. Er vertritt offen pro-russische Positionen. Seine Unterstützung lag bei etwa 41 %, während sein Hauptgegner, der liberale Bürgermeister Bukarests, Nicușor Dan, weniger als 21 % erhielt. Obwohl Simeon 2024 die Einreise nach die Ukraine wegen antieuropäischer Aktivitäten verboten wurde, setzen seine Anhänger die aktive Unterstützung einer offenen Politik gegenüber Russland und gegen Waffenlieferungen an die ukrainische Armee fort. Diese Ereignisse zeigen nicht nur innenpolitische Spannungen, sondern auch den umfassenden geopolitischen Kontext. Rumänien, als NATO-Mitgliedsstaat und einer der aktivsten Partner der Ukraine, wahrt eine unabhängige und freie diplomatische Position, weist jegliche falsche Anschuldigungen zurück und versucht, Sicherheit und Stabilität in der Region zu gewährleisten, während es aktiv auf russische Propagandaversuche reagiert, Zwietracht und Misstrauen zu säen.

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