Joe Biden äußerte große Besorgnis über den Ansatz seines Vorgängers, Donald Trump, in den Beziehungen zu Russland und dem Krieg in der Ukraine

Chas Pravdy - 07 Mai 2025 09:26

In einem Interview mit der britischen Rundfunkanstalt BBC kritisierte der amerikanische Präsident die Politik, die der frühere US-Führer als eine moderne Taktik der „Einsicht“ eines Aggressors bezeichnete. Laut Biden ist ein solcher Ansatz nicht nur ein Zeichen für ein mangelndes Verständnis der Realitäten, sondern auch ein potenziell zerstörerisches Signal für die anderen europäischen Länder, die immer noch vorsichtig gegenüber Kreml sind. Er warnt: Wenn im Westen Russland als nachgiebig angesehen wird, schafft das Voraussetzungen für eine weitere Eskalation. Der Stellvertreter des amtierenden US-Präsidenten betont, dass Trump seit seinem Amtsantritt eine grundsätzlich andere Strategie gegenüber der Ukraine und Russland verfolgt hat. Der ehemalige US-Führer hat mehrfach angedeutet, dass die Ukraine eine Möglichkeit zum Nachgeben in Betracht ziehen sollte, zum Beispiel, einen Teil ihres Territoriums an Russland abzugeben, um den Krieg zu beenden. Trump selbst hat gesagt, dass dies durchaus möglich und angesichts des Friedensstrebens sogar sinnvoll sei. Biden nennt diesen Ansatz „moderne Politik der Einvernahme“ und stellt fest, dass er im Kontext der russischen Aggression umso falscher sei. Der US-Präsident ist überzeugt, dass Wladimir Putin in seiner Ideologie die Ukraine als untrennbaren Teil des historischen Moskows sieht, während Russland „historische Rechte“ auf ukrainisches Land beansprucht — ein klares Hinweis auf die Idee eines historischen Revanchismus und der Rückkehr zu früheren Territorien. Nach Bidens Ansicht glaubt der Kreml an seine Unbesiegbarkeit und will die Auflösung der Sowjetunion nicht akzeptieren, sondern versucht, den Einflussbereich des ehemals größten Imperiums wiederherzustellen. Der Chef des Weißen Hauses warnt: „Wenn jemand denkt, dass Putin in der Ukraine haltmacht, ist er einfach dumm.“ Er fasst diese Worte im Zusammenhang damit zusammen, dass jegliche Versuche, die russische Aggression zu mildern oder sie als vorübergehendes und begrenztes Problem zu betrachten, eine Illusion und ein Risiko für eine erneute groß angelegte Eskalation seien. Biden betont, dass für die Stärkung der Sicherheit in der Region und die Verhinderung neuer Konflikte klar verstanden werden muss: Russland hat die Absicht, die Kontrolle über alles, was es als seine historischen Gebiete ansieht, zurückzugewinnen. Insgesamt zeigt der Ansatz von Donald Trump, der auf Zugeständnisse und Einvernahme setzt, laut amerikanischem Führer, ein Element des langfristigen Nichtverstehens. Dies könne nach seiner Meinung alle Bemühungen um ein Ende des Krieges verzögern, während es nur die russische Aggression verschärfe. Biden ruft zu Entschlossenheit und Einigkeit in der westlichen Welt auf und betont, dass eine gemeinsame Strategie der Abschreckung und Unterstützung der Ukraine im Kampf für Unabhängigkeit und territoriale Integrität wertgeschätzt wird.

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