Die Europäische Union bereitet einen Übergangszeitraum für die Ukraine vor, falls das sogenannte „Handelsvisum“ endet: Was nach dem 5

Chas Pravdy - 07 Mai 2025 15:40

Juni zu erwarten ist Brüssel — Vor dem wichtigen Meilenstein, der bereits an diesem Freitag erfolgen wird, arbeitet die Europäische Kommission an Maßnahmen, die das Handelsgefüge zwischen der Ukraine und der Europäischen Union stabilisieren können. Dies ist notwendig, falls die Parteien es nicht rechtzeitig schaffen, entsprechende Änderungen an dem Freihandelsabkommen vorzunehmen, das derzeit ukrainische Exportlieferungen in die EU abdeckt. Der 5. Juni ist letztmöglicher Termin für das Ende der sogenannten autonomen Handelsmaßnahmen, die eine Art "Handelsvisum" für ukrainische Hersteller geworden sind. An diesem Tag endet die Wirkung eines besonderen Regimes, das vorübergehende Senkungen von Zöllen und Barrieren für ukrainische Waren in den EU-Ländern vorsieht. Laut offiziellen Angaben arbeitet Brüssel jedoch bereits an einem Aktionsplan für den Fall, dass es nicht gelingt, die neuen Bedingungen im Rahmen des Freihandelsabkommens rechtzeitig zu vereinbaren. Informationen unmittelbar aus erster Hand gab der Sprecher der Europäischen Kommission, Olof Gill, während eines Briefings für die Delegation der "European Truth" in Brüssel. Laut dem offiziellen Vertreter könnten nach dem 5. Juni in künftigen Perspektiven für ukrainische Exporte Übergangsmaßnahmen eingeführt werden, die das Risiko einer Rückkehr zu den vor dem Krieg bestehenden Beschränkungen verringern, welche die Lieferung ukrainischer Produkte auf den EU-Markt erschweren würden. "Wie Ihnen bekannt ist, endet die Geltungsdauer der autonomen Handelsregime am 5. Juni. Die Europäische Kommission beabsichtigt jedoch nicht, diese zu verlängern, was bedeutet, dass ab nächster Woche eine neue Geschäftsordnung für den Handel aktiviert wird", erklärte Gill. Er betonte gleichzeitig, dass der wichtigste Punkt in dieser Situation der Überprüfungs- und Verbesserungsprozess des vertieften und umfassenden Freihandelsabkommens zwischen der Ukraine und der EU (PzVZT) sei. "Wir haben von Anfang an darauf abgezielt, dieses Mechanismus stabil und vorhersehbar für die Unternehmen beider Seiten zu machen, und arbeiten nun daran, ihn zu verbessern und im aktualisierten Abkommen zu verankern", kommentierte Gill. Der Sprecher hob hervor, dass diese Übergangsphase nicht nur der Stabilisierung der handelsbezogenen Beziehungen dienen, sondern auch ein wichtiger Schritt auf dem Weg der Ukraine in die europäische Gemeinschaft sein wird. "Ein solcher Ansatz ermöglicht es, plötzliche Änderungen zu vermeiden und die Informationssicherheit sowie die rechtliche Stabilität für ukrainische Exporteure zu bewahren", fügte er hinzu. Gleichzeitig wies Gill darauf hin, dass das Regierungsteam Brüssels sich der zeitlichen Problematik und der Begrenzungen in den diplomatischen Verhandlungen sehr bewusst ist. "Wenn bis zum 6. Juni keine neuen Vereinbarungen bezüglich des PzVZT getroffen und ratifiziert werden, prüfen wir die Möglichkeit, Übergangsmaßnahmen anzuwenden, die einen reibungslosen Übergang gewährleisten und eine Rückkehr zu den vorherigen Bedingungen verhindern. Über diesen Szenarien führen wir bereits Gespräche mit den ukrainischen Kollegen", betonte er. Es ist zu beachten, dass bis zum 5. Juni das sogenannte "Regime der autonomen Handelsmaßnahmen" gilt, in dessen Rahmen ukrainische Exporteure von reduzierten Zöllen und vereinfachten Verfahren profitieren. Wird jedoch keine Einigung über die Neuerungen im Abkommen erzielt, könnten diese Privilegien eingestellt werden, was für ukrainische Unternehmen Schwierigkeiten beim Zugang zum europäischen Markt verursachen könnte. Was die langfristigen Perspektiven betrifft, so versichert die EU, dass die Hauptstrategie darin besteht, die Bedingungen für die Liberalisierung des Handels im neuen Entwurf des Freihandelsabkommens zu festigen. Dies werde stabilere und vorhersagbarere Rahmenbedingungen für ukrainische Hersteller schaffen, inklusive dem Agrarsektor, bei dem die Auswirkungen der Verhandlungen besonders deutlich sind. Für eine vertiefte Analyse dieser Situation empfehlen wir, den ausführlichen Artikel des Redakteurs der "European Truth", Yurii Panchenko, mit dem Titel "Eine neue Handelsära mit der EU: Was die 'autonomen Präferenzen' ablöst" zu lesen. Darin werden die wichtigsten Aspekte der zukünftigen Transformation der Handelsbeziehungen zwischen der Ukraine und der EU im Kontext der Perspektiven und Herausforderungen ihrer Partnerschaft detailliert beschrieben.

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