Das dänische Außenministerium plant, den US-Botschafter in Kopenhagen zu einer Konsultation einzuberufen, nachdem Medienberichte aufgetaucht sind, die eine Verstärkung der amerikanischen Spionagetätigkeit in der strategisch wichtigen Region Grönland behaupten

Chas Pravdy - 07 Mai 2025 19:35

Diese Nachricht hat in der Hauptstadt des Königreichs erhebliches Besorgnis ausgelöst, insbesondere vor dem Hintergrund wachsender internationaler Spannungen und der zuvor geäußerten Absicht der USA, ihre Präsenz in polaren Regionen zu verstärken. Der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen äußerte sich dazu. Nach seinen Worten sei er bereits unterwegs, um das diplomatische Amt zu konsultieren und die wahren Absichten der amerikanischen Seite zu klären. „Wir können die Informationen, die die Zeitung The Wall Street Journal veröffentlicht hat, über eine Verstärkung der US-Spionagetätigkeit in Grönland, nicht bestätigen. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass diejenigen, die dies verkünden, diesem keine besondere Bedeutung beimessen. Das bereitet uns Sorge“, sagte der Minister in einem Kommentar für DR. Er betonte, bei dem Treffen mit dem US-Botschafter in Dänemark werde die Herkunft dieser Information und ihre Zuverlässigkeit angesprochen. „Unser Ziel ist es herauszufinden, ob es sich um Gerüchte oder tatsächliche Absichten Wiens handelt, die Spionagetätigkeit in der Region zu erhöhen“, fügte Rasmussen hinzu. Er hob hervor, dass es für Dänemark äußerst beunruhigend ist, wenn Informationen auftauchen, die auf den Wunsch Dritter hinweisen, das Territorium des Landes zu überwachen, insbesondere in so strategisch bedeutenden Gegenden wie Grönland. Der Hintergrund dieser angespannten Situation reicht Jahre zurück, als die Verwaltung des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump mehrfach Interesse an Grönland äußerte, da diese für die geopolitische Konkurrenz im Nordpolarmeer eine Schlüsselrolle spielt. In den letzten Monaten, angesichts der globalen Spannungen, steigen die hysterischen Reaktionen auf die mögliche Nutzung militärischer Macht, um die Kontrolle über diese autonome Region zu sichern, die zu Dänemark gehört. Offizielle Quellen in Washington berichten, dass dieses Thema breit diskutiert wird, und US-Führungskräfte zeigen kein Geheimnis daraus, an einer verstärkten Einflussnahme in der Arktis interessiert zu sein. Gleichzeitig verzeichnen politische und humanitäre Kreise in Kopenhagen, dass derartige Aussagen und Absichten einen entschiedenen Protest seitens Dänemarks hervorrufen, das dies als unzulässiges Eingreifen in die inneren Angelegenheiten und Verletzung internationaler Abkommen betrachtet. Diese Spannungen unterstreichen die Bedeutung diplomatischer Maßnahmen und die Bewahrung des Friedens in der Region. Die derzeitige Entwicklung erschwert die ohnehin angespannten Verhältnisse in den Polarregionen, da Grönland mit seiner strategischen Bedeutung für Sicherheit und Ressourcen im Fokus globaler Akteure steht. Sowohl in Dänemark als auch in den westlichen Ländern beobachten die Verantwortlichen die Reaktion Wiens genau, da diese die zukünftige Zusammenarbeit zur Lösung regionaler Fragen und zur Sicherung des Friedens beeinflussen könnte. Angesichts dieser Situation ruft das dänische Außenministerium zu einem Dialog und diplomatischen Mitteln auf, um mögliche Meinungsverschiedenheiten zu klären und eine Eskalation der Spannungen in einer für die internationale Sicherheit äußerst wichtigen Region zu vermeiden. Die kommenden Tage werden zeigen, wie ernst Washington die veröffentlichten Meldungen über die Aktivierung seiner Geheimdienstaktivitäten in Grönland nimmt und wie sich die Haltung Dänemarks und seiner westlichen Partner in diesem Zusammenhang entwickeln wird.

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