In Polen wächst die Besorgnis über umfassende Cyber-Eingriffe Russlands in den Wahlprozess
Das Land in Osteuropa befindet sich an der Front im Kampf gegen hybride Aggressionen, da polnische Regierungsvertreter von groß angelegten Eingriffen Russlands in die Präsidentschaftswahlen 2024 berichten. Der Vizepremierminister und Minister für digitale Transformation Polens, Krzysztof Gawkowski, hat die globale Gemeinschaft offen vor beispiellosen und bizarre Versuchen gewarnt, den Wahlprozess im Land mit Mitteln der Informationskriegführung und Cyberangriffen vom Kreml aus zu beeinflussen. Laut ihm ist die Lage äußerst angespannt und erfordert sofortige und systematische Maßnahmen zum Schutz der kritischen Infrastruktur. Polen verzeichnet derzeit einen Anstieg in der Anzahl und Komplexität von Cyber-Spionage-Operationen, die auf Zerstörung und Diskreditierung staatlicher Strukturen sowie auf das Eindringen in wichtige Infrastruktureinrichtungen wie Wasserversorgungssysteme, Wärmeenergieunternehmen, Umspannwerke und Exekutivorgane abzielen. „Wir stehen vor einer beispiellosen und gezielten Einmischungskampagne seitens Russlands, die die Verbreitung von Desinformation mit hybriden Angriffen auf unsere strategischen Objekte verbindet. Es ist nicht nur Cyber-Spionage, sondern ein Versuch, Chaos zu säen und die normale Funktionsfähigkeit unseres Staates in einer entscheidenden Zeit zu paralysieren“, betonte Gawkowski während einer Verteidigungsfachkonferenz. Er fügte hinzu, dass die Cyber-Bedrohungslage in Polen im letzten Jahr deutlich gestiegen ist — die Anzahl und Komplexität der Angriffe hat sich mehr als verdoppelt. Bis zu seinem Redebeginn wurden mehr als ein Dutzend Vorfälle pro Minute registriert, die sich gegen Schlüsselobjekte der staatlichen Infrastruktur und Sicherheit richten. Die polnische Regierung befindet sich in erhöhter Alarmbereitschaft, arbeitet an der Modernisierung der Cyber-Verteidigungssysteme und führt aktive Konsultationen mit privaten sozialen Medienplattformen, um die Verbreitung von Falschinformationen und Desinformationskampagnen vor den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen zu verhindern. Die Behörden betonen die Bedeutung nationaler Einheit und einer erhöhten Cyber-Kriegsbereitschaft, da russische Geheimdienste zunehmend digitale Mittel einsetzen, um politische Zielsetzungen zu erreichen. Vor den entscheidenden Präsidentschaftswahlen am 2. April hat Premierminister Donald Tusk offiziell erklärt, dass seine politische Kraft — die „Bürgerplattform“ — Ziel eines groß angelegten Cyber-Angriffs geworden ist. Er betonte, dass hinter dem Angriff Gruppen aus externen Akteuren stehen, insbesondere Hackerformationen aus Russland und Belarus. Dies unterstreicht erneut, dass Moskau und Minsk weiterhin digitale Technologien als Einfluss- und Druckmittel gegen die polnische Politik einsetzen, was die Bedeutung betont, Maßnahmen zur nationalen Sicherheit und internationale Zusammenarbeit im Bereich Cyberabwehr zu verstärken. Polen erkennt traditionell die bedeutende Rolle bei regionaler Sicherheit und Stabilität an. Die aktuellen Ereignisse zeigen jedoch, dass das Land nicht nur Ziel, sondern auch aktiver Teilnehmer im Kampf gegen zerstörerische Informationskampagnen und versteckte Cyber-Angriffe geworden ist, die darauf abzielen, das Vertrauen in demokratische Institutionen zu untergraben und die Sicherheitslage in der gesamten Region zu schwächen. Regierungsvertreter Polens rufen internationale Partner zu gemeinsamer Aktion und gesteigertem Bewusstsein für diese Bedrohungen auf, denn in der heutigen Welt ist ein Angriff auf ein Land schon ein Kampf um ganze Regionen und die Werte der Demokratie. Die Bedrohung durch russische Eingriffe in den polnischen Wahlprozess hat ein deutliches Signal an Europa und die Welt gesendet: Es ist Zeit, die Kräfte zu vereinen und die Fähigkeit zum Schutz vor hybriden Angriffen zu stärken, um die Souveränität und demokratischen Werte in unseren Ländern zu bewahren.