Im Kreml wurden erneut Drohungen gegenüber der Ukraine ausgesprochen, eine „angemessene Antwort“ zu geben, falls das sogenannte „Waffenstillstand“—das vom russischen Präsidenten Wladimir Putin während der Feierlichkeiten zum 80

Chas Pravdy - 06 Mai 2025 14:39

Jahrestag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg verkündet wurde—verletzt wird. Dies hat eine neue Welle der Spannungen und Besorgnis hinsichtlich der weiteren Entwicklung des Konflikts im Osten der Ukraine ausgelöst. Der Pressesprecher des russischen Führers, Dmitri Peskow, äußerte sich eindeutig: Wenn Kiew weiterhin Schläge auf russische Positionen verübt, trotz des von ihm erklärten „Waffenstillstands“, wird Moskau nicht umhin kommen, mit entschlossenen Maßnahmen zu reagieren. Laut Peskow hat der Kreml entsprechende Anweisungen gegeben — den Waffenstillstand auszurufen, jedoch unter der Bedingung, dass jeder Angriff oder Verstöße gegen die Abkommen eine sofortige und angemessene Reaktion hervorrufen. Das bedeutet, wenn die ukrainischen Streitkräfte oder Verteidigungskräfte die Feuergefechte nicht einstellen, beabsichtigt die russische Seite, symmetrisch zu antworten, ohne Zeit zu verlieren und ohne Illusionen bezüglich einer Reduzierung der Spannungen. Der einseitige „Waffenstillstand“ der russischen Behörden wurde mehrfach kommentiert und hat eine Reihe politischer und militärischer Diskussionen ausgelöst. Der Kreml beharrt darauf, dass der Erlass des „Waffenstillstands“, verkündet vom russischen Präsidenten Wladimir Putin, weiterhin Gültigkeit besitzt, und beabsichtigt, diese Initiative aufrechtzuerhalten, um möglicherweise die „Spannung zu verringern“ während der Feiertage. Zur Erinnerung: Im Kreml wurde berichtet, dass der russische Präsident vom 8. bis 10. Mai einen „Waffenstillstand“ verkündet hat, um angeblich den Tag des Sieges – eines der wichtigsten Feiertage für Russland, in Russland „Tag des Großen Sieges“ genannt – zu feiern. Viele ukrainische Politiker und internationale Akteure sind jedoch der Ansicht, dass ein solcher „Waffenstillstand“ nur ein politischer Schachzug oder eine taktische Pause ist, die das Gesamtbild des Konflikts nicht verändert. Die ukrainische Führung hat diese Initiative bereits scharf kritisiert. Präsident Wladimir Zelenskij bezeichnete die Aussagen des Kremls und seines Führers Wladimir Putin als „angeblichen Waffenstillstand“, der keinesfalls den Interessen des ukrainischen Volkes dient. Seinen Worten nach braucht die Ukraine kein kurzfristiges „Stillschweigen“, das nur für den sogenannten „Friedenstreppenlauf“ in Moskau genutzt werden könnte, sondern eine vollständige und sofortige Einstellung der Feindseligkeiten für mindestens 30 Tage, um echte Bedingungen zur Verbesserung der Lage und zur Reduzierung menschlicher Verluste zu schaffen. Auch die internationalen Reaktionen sind nicht unbeachtet geblieben. Der US-Präsident Donald Trump kommentierte die Initiative Russlands und stellte fest, dass der Vorschlag eines „drei-tägigen Waffenstillstands“ zu ambitioniert sei und im Vergleich zu früheren Bemühungen des Kremls „sehr viel“ sei. Seiner Meinung nach deutet dies darauf hin, dass Russland eine aktivere Strategie im Konflikt anstrebt, obwohl es angeblich für den Frieden plädiert. Gleichzeitig betonen Experten, dass ein solcher „Waffenstillstand“ eher eine politische Geste als ein echter Beweis für einen politischen Kompromiss oder den Wunsch nach dauerhaftem Frieden ist. Denn das Hauptziel des Kremls ist es, seinen Einfluss zu bewahren und möglichst große Vorteile im bereits über ein Jahr andauernden Krieg zu erzielen. Militäranalytiker warnen, dass Verstöße oder bewaffnete Provokationen schnell zu einem neuen Eskalationszyklus führen können, weshalb die ukrainische Seite auf eine harte Verteidigung und die Fortsetzung des Kampfes für ihre Unabhängigkeit und territoriale Integrität eingestellt ist. Somit bleibt die Lage gespannt und verändert sich dynamisch. Der Kreml betont weiterhin sein „Waffenstillstands“-Angebot und seine Bereitschaft, auf Verstöße zu reagieren, während Kiew und die internationale Gemeinschaft von Russland ein echtes und bedingungsloses Ende der Feindseligkeiten fordern, das stabilisieren und langfristige Lösungen im Konflikt ermöglichen würde. Die Zeit wird zeigen, ob diplomatische Bemühungen und der politische Wille intern in der Lage sind, die Militär aggression zu überwinden und Frieden und Ruhe nach Ukraine zurückzubringen.

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