Der Premierminister der Niederlande warnt: Die russische Bedrohung geht über die Ukraine hinaus und stellt eine Gefahr für den gesamten europäischen Kontinent dar

Chas Pravdy - 06 Mai 2025 01:36

In seiner Rede anlässlich des 80. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkriegs gab Regierungschef Dijk Schoof eine wichtige Warnung ab und betonte, dass die moderne Bedrohung durch Russland neue Höhen erreicht hat und sich nicht mehr nur auf den Krieg im Zusammenhang mit der Ukraine beschränkt. Seiner Meinung nach werden hybride Formen der Präsenz und Aggression, die aus Moskau kommen, immer verbreiteter und stellen eine neue Herausforderung für die gesamte Europäische Union und ihre Sicherheit dar. Der Premier betonte in einem beliebten sozialen Netzwerk X, dass gerade jetzt, in einer angespannten Lage im Osten Europas, die Ukraine um ihre staatliche Existenz kämpft — um Souveränität, Frieden und Stabilität zu bewahren. „Wir sehen deutlich, dass die Gefahr von Seiten Russlands die Ukraine übersteigt. Sie äußert sich zunehmend in hybriden Formen — dazu gehören Cyberangriffe, Desinformation, wirtschaftlicher Druck und die Eskalation militärischer Spannungen“, erklärte der Regierungschef. In seiner Rede drückte Schoof auch seine besondere Dankbarkeit an Polen für seine aktive Rolle bei der Stärkung des europäischen Sicherheits­systems aus. Er forderte andere europäische Staaten auf, nicht tatenlos zuzusehen, sondern die Anstrengungen zur Verstärkung der Landesverteidigung, Modernisierung der Streitkräfte und Zusammenarbeit in Form gemeinsamer Abschreckungsmaßnahmen zu intensivieren. Es ist erwähnenswert, dass diese Rede vor einem wichtigen Ereignis gehalten wurde — dem Besuch des polnischen Premierministers Donald Tusk in den Niederlanden. Während seines Besuchs, der dem 80. Jahrestag der Befreiung Polens von der Nazi-Besatzung gewidmet war, kündigte der polnische Politiker die Unterzeichnung einer neuen bilateralen Sicherheits- und Verteidigungsvereinbarung an. Dies wird ein bedeutender Schritt sein, um die zwischenstaatlichen Beziehungen im erneuerten System der kollektiven Sicherheit Europas zu vertiefen, insbesondere in Zeiten, in denen die Bedrohungen durch Russland immer vielfältiger und unberechenbarer werden. Diese Erklärung unterstreicht erneut das wachsende Verständnis dafür, dass moderne Sicherheit nicht nur auf klassischen Krieg und bewaffneten Konflikten beruht. Hybride Kriegsführung, die Informations- und Cyberangriffe, diplomatische Desinformation und wirtschaftlichen Druck verbindet, ist eine neue Front, auf der Russland zunehmend Voraussetzungen für Instabilität und Spaltung in der Region schafft. Europa muss schnell und entschlossen reagieren, um eine weitere Eskalation zu verhindern und den Frieden sowie die Sicherheit im 21. Jahrhundert zu bewahren.

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