Tschechien bereitet ein umfangreiches Programm zur Lieferung von Munition an die Ukraine vor, das bis 2026 laufen soll – darüber hat Präsident der Republik, Petr Pavel, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem ukrainischen Kollegen Wladimir Zelensky berichtet

Chas Pravdy - 04 Mai 2025 18:40

Dies ist ein weiteres Zeugnis für die feste Unterstützung der Ukraine durch Tschechien im Kampf gegen russische Aggression und ein Ausdruck einer langfristigen Strategie zur Sicherstellung der Verteidigungsfähigkeit des ukrainischen Staates. Laut dem Leiter Prags sind bereits aktive Arbeiten im Gange, um die Lieferung von Artilleriemunition an die Ukraine für das Jahr 2026 zu organisieren. Dies ist Teil der sogenannten „tschechischen Initiative“ zur Unterstützung der Ukraine bei der Erhöhung ihrer Vorräte an Munition und der Stärkung ihrer Verteidigungskapazitäten. Nach Berichten ukrainischer Medien plant Tschechien, im Rahmen dieses Programms etwa 1,8 Millionen Artilleriesch Göße in diesem Jahr an Kiew zu übergeben, was einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der ukrainischen militärischen Positionen darstellen wird. Während der Pressekonferenz betonte Petr Pavel, dass die Frage der Munitionlieferungen nicht nur auf dieses Jahr beschränkt ist, da bereits Perspektiven für 2024 und 2025 diskutiert werden. Er hob hervor: „Wir arbeiten bereits an der Möglichkeit, im nächsten Jahr zu liefern. Gleichzeitig können wir nicht sagen, dass wir in diesem Jahr bereits einen endgültigen Frieden erreicht haben.“ Dies unterstreicht den Wunsch Tschechiens, ein langfristiger Partner der Ukraine zu sein, bereit, kontinuierlich die Fähigkeit der ukrainischen Armee zu verbessern. Der Staatschef erwähnte auch, dass Kiew nach einem erfolgreichen Waffenstillstandsende seine Munition auf Grundlage der tschechischen Initiative auffüllen könne. Dies sei ein wichtiger Schritt nicht nur zur Erhaltung der Verteidigungsfähigkeit, sondern auch als psychologischer und strategischer Anreiz, die Aggression russischer Truppen zu beenden. „Ich bin überzeugt, dass das Artillerieprogramm sowie die Fähigkeit, der Ukraine eine beträchtliche Menge an Munition zu liefern, eine der Schlüsselbedingungen sind, die Russland dazu bringen werden, ernster darüber nachzudenken, den Krieg fortzusetzen. Es ist im Wesentlichen ein Signal, dass Russland auf Dauer nicht auf dieser Territory bleiben kann, wenn es aus unüberwindlichen Ressourcen schöpft“, betonte der tschechische Präsident. Gleichzeitig äußerte Pavel seine Meinung zu den sogenannten „Friedensschlüssen“, die Wladimir Putin verkündet. Nach seinen Worten sind kurzfristige „Waffenstillstände“ von mehreren Tagen aus Sicht der Konfliktlösungsstrategie sinnlos. „Wenn es um Waffenstillstände von 1-2-3 Tagen geht, bieten sie keine Chance, ernsthafte Verhandlungen aufzunehmen. Es handelt sich eher um eine sogenannte Illusion des Friedens, die zu nichts führt. Wir sprechen über bedeutendere, längere Waffenstillstände – mit einem Vorschlag für 30 Tage bedingungsloses Waffenstillstand, den bereits die Ukraine geäußert hat,“ erklärte er. Nach den Worten des tschechischen Präsidenten ist es wichtig zu betonen, dass Russland trotz der sogenannten „Oster-Waffenstillstände“ weiterhin ukrainische Städte und Objekte beschießt. „Wir erinnern uns, dass im April dieses Jahres der Kreml ein „Oster-Waffenstillstand“ erklärt hat, tatsächlich aber russische Truppen weiterhin ukrainisches Territorium beschossen haben. Das zeigt, dass auf der Tagesordnung im Kreml nur Entscheidungen von Präsident Putin stehen. Genau er hat die Macht, diesen Krieg zu beenden, wenn er eine entsprechende Entscheidung trifft. Bisher zeigt er jedoch keinen Wunsch dazu,“ unterstrich Petr Pavel. Im Zusammenhang mit der langfristigen Unterstützung der ukrainischen Verteidigung sollte die kürzliche Reise des ukrainischen Präsidenten nach Tschechien nicht außer Acht gelassen werden. Wladimir Zelensky kam im Rahmen eines offiziellen Besuchs nach Prag, bei dem er eine Reihe wichtiger Treffen mit der Landesführung absolvierte. Nach den Verhandlungen mit Petr Pavel erklärte der ukrainische Führer, dass eines der zentralen Themen die Gründung einer ukrainisch-tschechischen Schule zur Ausbildung von Flugzeugpiloten für den Jagdfliegereinsatz – insbesondere F-16 – sei. Dies zeige die langfristige Partnerschaftsstrategie zwischen den beiden Staaten im Bereich der Verteidigungsmodernisierung und der Ausbildung von Militärpersonal, das mit moderner europäischer Luftfahrt arbeiten kann. Insgesamt ist die Position Tschechiens klar und unbeirrbar: Das Land setzt seine Unterstützung für die Ukraine fort und stärkt sie, nicht nur durch Versprechen, sondern auch durch konkrete Maßnahmen, insbesondere militärische Lieferungen und diplomatisches Engagement. Dies ist ein bedeutendes Beispiel für europäische Solidarität, die zu einem der Schlüsselfaktoren in der gegenwärtigen und zukünftigen Entwicklung des ukrainischen Widerstands gegen russische Aggression wird.

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