Russland hält die Sicherheit der Teilnehmer des Moskauer Parades für eine innerstaatliche Angelegenheit – Fico

Chas Pravdy - 04 Mai 2025 12:28

Im Rahmen intensiver diplomatischer Diskussionen über die zukünftigen Veranstaltungen in Moskau hat der slowakische Premierminister Robert Fico seine unerschütterliche Position zur Sicherheit der Teilnehmer des traditionellen Militärparades am 9. Mai zum Ausdruck gebracht. Bei einer Pressekonferenz betonte er, dass die Frage der Gewährleistung der Sicherheit der Delegationen, die aus verschiedenen Ländern der Welt anreisen, ausschließlich in Russland liege, und rief dazu auf, sich nicht politischen Manipulationen in diesem Bereich auszusetzen. Insbesondere reagierte Fico scharf auf die Worte des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Zelenskyj, der zuvor erklärt hatte, dass die Ukraine nicht in der Lage sei, die Sicherheit ausländischer Politiker während der Feierlichkeiten in Moskau zu gewährleisten, angesichts der angespannten Sicherheitslage in Russland. Der slowakische Premier unterstrich, dass Zelenskyjs Äußerungen das Leben und die Gesundheit von Diplomaten und hochrangigen Vertretern der Länder, die im Rahmen internationaler Koalitionen zusammenarbeiten, gefährden könnten, und hält solche Aussagen für unzulässig. „Ich weise jegliche Drohungen hinsichtlich der Sicherheit seitens politischer Führer voll und ganz zurück, da dies nicht nur eine diplomatische Angelegenheit ist, sondern eine lebenswichtige Frage der internationalen Sicherheit. Die Sicherheit der Teilnehmer ist eine innere Angelegenheit Russlands, und dieses Land muss eigenständig für die Schaffung geeigneter Bedingungen für Veranstaltungen dieser Größenordnung sorgen. Wenn jedoch jemand aus Kollegenhöflichkeitsgründen nur andeutet, dass eine Gefahr bestehen könnte, oder Provokationen vornimmt, erhöht das keine Ruhe und kann negative Folgen haben“, erklärte Fico. Er betonte erneut, dass es bei Diskussionen über die Gedenken an den Sieg über den Faschismus 1945 wichtig sei, die historische Rolle der Ukraine im Zweiten Weltkrieg nicht zu vergessen. Laut Worten des slowakischen Premiers sollte man zukünftige Gedenkveranstaltungen nicht auf politische oder ideologische Konflikte der Vergangenheit reduzieren, da es jetzt vor allem darum geht, Einigkeit im Kampf gegen die gegenwärtige Aggression zu zeigen. „Es hat mich zutiefst enttäuscht, dass viele Politiker, darunter Zelenskyj, beginnen, die historische Vergangenheit mit der Gegenwart zu vermischen. Die Ukraine hat in den Jahren 1941–1945 enorme Verluste im Kampf gegen den Faschismus erlitten. Deshalb ist es heute wichtig, Respekt und Achtung vor den historischen Mythen zu zeigen und Provokationen zu vermeiden, die das Andenken an diejenigen, die ihr Leben für die Freiheit geopfert haben, beflecken könnten“, fügte er hinzu. Im Hinblick auf die Risiken und Schwierigkeiten merkte Fico an, dass er einen respektvollen Umgang mit der Geschichte befürworte und die Notwendigkeit betone, Konflikte um bedeutende Daten zu vermeiden. Laut ihm sollte symbolische Solidarität mit den Opfern des Krieges sich in Respekt und Ehrung des Gedenkens manifestieren, nicht in politischen Provokationen oder hastigen Äußerungen. Vor dem Hintergrund dieser diplomatischen Spannung erklärte Präsident Zelensky am 3. Mai offiziell, dass die Ukraine nicht für die Sicherheit der ausländischen Delegationen und Gäste verantwortlich sein werde, die geplant haben, Moskau anlässlich des 9. Mai zu besuchen. Seinen Worten nach könnte Russland jederzeit provokative Aktionen durchführen, was die Verantwortung für deren Sicherheit für die ukrainischen Behörden untragbar mache. Der diplomatische Kontext wird durch Äußerungen europäischer Politiker ergänzt. So hat beispielsweise die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas im April die europäische Führung aufgerufen, in diesem Jahr auf eine Teilnahme an militärischen Feierlichkeiten in Moskau zu verzichten. Sie betonte, dass Solidarität mit der Ukraine manchmal wichtiger sei, als formell an Paraden oder Festlichkeiten teilzunehmen, die Propagandainstrumente Kremls sein könnten. Insgesamt wird die Situation rund um den 9. Mai in Moskau zu einem bedeutenden Objekt nicht nur diplomatischer Debatten, sondern auch eines symbolischen Schlachtfeldes um die historische Wahrheit und die politische Position im Kontext des aktuellen Krieges. Nach Auffassung der internationalen Gemeinschaft bleibt die Sicherheit und das historische Bewusstsein vorrangiges Thema in den politischen Diskussionen, die Sensibilität und Verantwortung auf allen Seiten erfordern.

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