In Rumänien haben die Präsidentschaftswahlen begonnen, die aufgrund der Annullierung früherer Wahlergebnisse besondere Bedeutung erlangen und sowohl im Inland als auch international großes Interesse wecken

Chas Pravdy - 04 Mai 2025 08:28

Dies ist die erste Wahlrunde, die von einer angespannten politischen Auseinandersetzung begleitet wird, vor dem Hintergrund einer Reihe von Ereignissen, die die Situation in der Region und in Europa insgesamt erheblich beeinflusst haben. Der Wahlprozess begann früh am Sonntagmorgen um 7:00 Uhr, als die ersten Wahllokale öffneten, und wird bis 21:00 Uhr dauern. Die Bürger können aus 11 Kandidaten wählen, wobei besonderes Interesse den ultrarechten euroskeptischen Kandidaten Georg Simiu geweckt hat, der Ambitionen hat, der neue Präsident des Landes zu werden. Ihm wird vorhergesagt, in die zweite Runde einzuziehen, was die Wahl noch spannender macht, angesichts seiner politischen Ausrichtung und Rhetorik, die gegen europäische Integration und NATO gerichtet ist. Der Hintergrund dieser Wahlen ist lang und angespannt. Die erste Runde, die Ende November 2024 stattfand, wurde vom Verfassungsgericht Rumäniens aufgrund großangelegter Manipulationen und externer Eingriffe – soziale Medien, ausländischer Einfluss und Fälschungen – aufgehoben. Damals gewann der umstrittene Kandidat, Populist und Euroskeptiker Kelín Giorgesku. Da die Ergebnisse angefochten und zurückgezogen wurden, findet die Wiederholung der Wahl jetzt statt. Ein wesentlicher Punkt ist, dass auf der Wahlliste 11 Kandidaten stehen, aber der Hauptrivale für Georg Simiu in der zweiten Runde, die in zwei Wochen am 18. Mai stattfindet, zwei Centristen sein werden. Besonders erwähnenswert ist der 65-jährige ehemalige Senator Crin Antonescu, der von drei Regierungsparteien unterstützt wird, die für eine europäische Zukunft Rumäniens eintreten, und der eine lange politische Karriere im Bereich Außenpolitik vorweisen kann. Sein Hauptgegner ist Nikushor Dan, der 55-jährige Bürgermeister von Bukarest, der als unabhängiger Kandidat antritt und einen Schwerpunkt auf Antikorruptionsmaßnahmen legt, um die Position des Landes in der EU und NATO zu stärken. Bürger, die im Ausland wählen, haben bereits am Freitag mit den Wahlverfahren begonnen, und dort ist eine aktive Teilnahme festzustellen. Das große Interesse und die Beteiligung der im Ausland lebenden Rumänen zeugen von einer tiefen Verankerung in der Zukunft des Landes. Laut Meinungsumfragen vor den Wahlen liegt Simiu derzeit bei etwa 30 %, was weit unter den erforderlichen 50 % für den Verzicht auf eine zweite Runde ist. Daher werden seine Hauptkonkurrenten Antonescu und Dan sein, die jeweils mit starken Argumenten und Chancen antreten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die außenpolitische Ausrichtung der Kandidaten. Alle befürworten den Beitritt Rumäniens zur EU und NATO, bestätigen ihre Unterstützung für die Ukraine im Kampf gegen die russische Aggression und setzen sich für eine stabile Integration in westliche Strukturen ein. Gleichzeitig bleibt die Frage nach dem Einfluss pro-russischer Kandidaten und ihrer politischen Programmen offen, was zusätzliche Spannungen im Wahlkampf erzeugt. Nach der Stimmenauszählung und der offiziellen Bekanntgabe der Ergebnisse wird die Wahlkommission den Gewinner bestimmen, und in der zweiten Runde findet das entscheidende Duell um das Präsidentenamt statt. Die Wahlen in Rumänien sind nicht nur für das Land selbst, sondern auch für die gesamte europäische Gemeinschaft von Bedeutung, da die Wahl des Regierungschefs den weiteren Kurs der Region in Fragen der EU-Integration, Sicherheit und Zusammenarbeit maßgeblich beeinflussen kann. Im Kontext internationaler Entwicklungen ist die rapide Eskalation der Spannungen um die Ukraine von besonderer Bedeutung, ebenso wie die Stimmen der im Ausland lebenden Rumänen, die eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung der zukünftigen Entwicklung des Landes spielen. Über die Kandidaten, ihre politischen Positionen und darüber, wie diese Wahlen das politische Landschaft Rumäniens verändern könnten, lesen Sie in unseren Artikeln. Besonders die Beiträge über pro-russische Kandidaten und potenzielle Szenarien für den Ablauf der zweiten Runde ziehen bereits jetzt großes Interesse bei Analysten und Beobachtern in der gesamten Region auf sich.

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