Зеленский droht, Visa für ukrainische Abgeordnete zu annullieren, die das Abkommen über Bodenschätze mit den USA nicht unterstützen

Chas Pravdy - 03 Mai 2025 12:19

Der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Zelenskyi, kündigte an, dass er die Ratifizierung des Abkommens zur Nutzung von Bodenschätzen mit den Vereinigten Staaten im Obersten Rat erwartet. Gleichzeitig äußerte er eine harte Haltung gegenüber den Abgeordneten, die – so sein Eindruck – dieses Abkommen nicht unterstützen werden, mit dem Hinweis, dass ihnen die amerikanischen Visa entzogen werden sollten. Diese Meinung äußerte er am Samstag während eines Gesprächs mit Journalisten, das in den Medien weit verbreitet wurde, unter Berufung auf „Suspilne“ und „Europaische Pravda“. In seiner Rede betonte Zelenskyi, dass die Ratifizierung des Abkommens kein bloßes Formalium sei, sondern ein strategischer Schritt, der die Zukunft der Ukraine bestimmen soll. Seinen Worten nach werden die Abgeordneten bei der Abstimmung einerseits „in die Zukunft“ stimmen, andererseits aber auch die Ressourcen und Möglichkeiten bewahren, die für das Land jetzt wichtig sind. Gleichzeitig hob Zelenskyi hervor, dass nicht alle Parlamentarier positiv gegenüber diesem Abkommen eingestellt sind. „Es gibt Leute, die nicht bereit sind, das zu tun. Deshalb halte ich es für notwendig, den USA einfach ihre Visa zu entziehen“, meinte er vorsichtig. Der Präsident nannte keine konkreten Namen, deutete aber auf Abgeordnete hin, die regelmäßig nach USA reisen, Kongress- und Senatsinstitutionen besuchen, in privaten Gesprächen ihre Unterstützung für die Ukraine ausdrücken und die Lage im Land schildern. Zelenskyi bemerkte, dass diese Worte im starken Kontrast dazu stehen, was sie in den USA sagen. Seinen Worten nach erscheinen diese Abgeordneten in den USA als Freunde, Blutsbrüder, aber wenn sie nach Hause zurückkehren, unterstützen sie keine Abstimmungen oder Entscheidungen, die im Interesse der amerikanischen Außenpolitik und Sicherheit stehen. Der Staatschef betonte, dass die Abstimmung im Obersten Rat transparent und offen sein werde – jeder werde sehen, wer für die Unterstützung des Abkommens stimmt und wer dagegen. „Doppelspiel ist nicht erlaubt“, fasste Zelenskyi zusammen und betonte, dass das ukrainische Volk Anspruch auf Ehrlichkeit und Verantwortlichkeit seiner gewählten Vertreter hat. Vor kurzem berichtete der ukrainische Ministerpräsident Denys Shmyhal, dass der Oberste Rat plant, das Abkommen mit den USA über Bodenschätze bis zum 8. Mai zu ratifizieren. Es ist jedoch anzumerken, dass bislang keine „technischen“ Dokumente veröffentlicht oder unterzeichnet wurden, die für die endgültige Annahme des Abkommens obligatorisch sind und seinen genauen rechtlichen Inhalt bestimmen. Ohne diese ist es unmöglich, das volle Ausmaß und die langfristigen Folgen für das Land zu beurteilen. Insgesamt ruft diese Situation viele Diskussionen und Befürchtungen hervor, sowohl bezüglich des Einflusses der Innenpolitik als auch internationaler Interessen auf die Entscheidungen. Weitere Details und Analysen zu den Bedingungen und möglichen Risiken des Abkommens zwischen der Ukraine und den USA finden sich im Artikel „Rohstoffe im Austausch für Waffen: Was im Abkommen der Ukraine mit den USA enthalten ist und welche Risiken verbleiben“.

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