Indien reduziert seinen offiziellen Regierungsebene bei den Militärfeiern in Moskau am 9

Chas Pravdy - 03 Mai 2025 18:36

Mai, was eine unerwartete Wendung in den diplomatischen Beziehungen des Landes zu Russland darstellt, die zuvor recht warm und freundschaftlich waren. Es ist bekannt, dass aufgrund der erhöhten Spannungen in der Region und der zunehmenden Konfliktmomente mit dem Nachbarland Pakistan die indische Führung beschlossen hat, das Niveau der offiziellen Vertretung bei der wichtigsten militärischen Feier des Jahres, die den Sieg der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg würdigt, zu senken. Insbesondere wird der indische Verteidigungsminister Rajnath Singh nicht am traditionellen Militärparade teilnehmen, die jährlich Tausende von Soldaten, hochrangige Beamte und Delegationen aus aller Welt auf Red Square versammelt. Laut vorläufigen Angaben wird Indien möglicherweise durch den Stellvertretenden Verteidigungsminister S. S. Menon vertreten, doch dies wurde von Augenzeugen und diplomatischen Quellen noch nicht endgültig bestätigt. Nach Informationen der Zeitung The Hindu haben die Behörden hierzu intern Anweisungen gegeben, die auf inländische Überlegungen und eine Strategie zur Vermeidung einer zu starken medienwirksamen Präsenz im Zusammenhang mit den angespannten Beziehungen zu Russland hinweisen. Die Entscheidung, die Parade in Moskau zu besuchen, ignoriert die Einladung, die Russland speziell an Premierminister Narendra Modi im Anlass des 80. Jahrestages des Sieges der UdSSR über Nazi-Deutschland geschickt hatte – eines der zentralen Symbole des historischen Gedenkens für Russland und seine Landsleute. Ursprünglich wurde erwartet, dass Modi Indien bei dieser großen Feier vertreten würde, doch angesichts neuer politischer und sicherheitspolitischer Herausforderungen wurde sein Besuch abgesagt. Dies ist der erste Vorfall in den letzten Jahren, bei dem hohe indische Vertreter auf die Teilnahme an den Militärzeremonien in Moskau zum Tag des Sieges verzichten. Der stellvertretende Verteidigungsminister S. S. Menon wird wahrscheinlich die Möglichkeit eröffnen, dass Indien an der Parade in kleinerem Rahmen teilnimmt als ursprünglich geplant, was auf eine Veränderung in der diplomatischen Haltung des Landes gegenüber Russland an diesem bedeutenden Tag hindeuten könnte. Während die russische Führung ausländische hochrangige Gäste herzlich eingeladen hat, ist der diplomatische Ton der indischen Regierung deutlich zurückhaltender geworden, und sie äußert offen zunehmende Spannungen in der Region. Diese Situation wird erschwert durch das, was das politische Leben in den Ländern Mittel- und Südosteuropas sowie den Balkan ebenfalls in einem besonderen Kontext erleben. Besonders der serbische Präsident Aleksandar Vučić stand kurz vor den offiziell angekündigten Feierlichkeiten vor einem Taktwandel, da er eigene Pläne für eine Reise nach Moskau verfolgte. Zunächst kündigte er an, Russland am 9. Mai zu besuchen, mit Unterstützung Putins. Doch bereits am 3. Mai wurde bekannt, dass er in die Militärklinik eingeliefert wurde, um wegen schwerwiegender Gesundheitsprobleme behandelt zu werden, was seine diplomatischen Schritte in diesem Zeitraum erheblich erschwert. Inzwischen bleibt die Position der ukrainischen Führung unverändert – die Ukraine hat deutlich gemacht, dass sie nicht bereit ist, die Sicherheit ausländischer Delegationen zu garantieren, die nach Moskau reisen möchten, um an den Feierlichkeiten teilzunehmen. Die stellvertretende Chefdiplomatin der Europäischen Union, Kaja Kallas, rief kürzlich europäische Führer dazu auf, auf Besuche in Moskau am 9. Mai zu verzichten, um Solidarität mit der Ukraine zu zeigen und die Einheit im Widerstand gegen die russische Aggression zu betonen. Sie und andere europäische Amtsträger unterstreichen, dass ihre Hauptposition die Unterstützung von diplomatischen Lösungen sowie die Vermeidung einer offiziellen Teilnahme an den militärischen Feierlichkeiten in Moskau ist. Unter den Ländern, die unabhängige Entscheidungen treffen können, und angesichts der Einladungen aus dem Kreml, gibt es jedoch auch Bedenken hervorrufende Entwicklungen. So wurde mit dem slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico bei letzten öffentlichen Äußerungen und Interviews die Möglichkeit erörtert, Moskau am 9. Mai zu besuchen. Dies löst geteilte Meinungen aus und wirft Zweifel an der Einheit Europas in Fragen der Russlandpolitik auf, vor allem vor dem Hintergrund kommender Sanktions- und Diplomatieentscheidungen auf internationaler Ebene. Insgesamt tritt die Situation rund um die Teilnahme verschiedener Länder an den Feierlichkeiten am 9. Mai in Moskau in eine neue Phase ein, die eine komplexere und multipolare weltpolitische Lage widerspiegelt. Zugleich werden diese Ereignisse zu einem Stresstest für die Stimmungen, Strategien und politischen Willen der Länder gegenüber Russland, seiner Rolle im globalen System und ihrer eigenen Entwicklungsperspektiven – in einer Zeit, die zunehmend durch komplexe diplomatische Manöver und Balancen geprägt ist.

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