In Charkiw – die Folgen eines grausamen Angriffs: Über 50 Verletzte, Einsatz russischer thermobarischer Drohnen

Chas Pravdy - 03 Mai 2025 11:21

Am Abend des 2. Mai wurde die Stadt Charkiw erneut Ziel eines massiven Beschusses durch russische Streitkräfte, die einen gezielten Angriff auf Zivilpersonen und die Infrastruktur der Region verübten. Nach vorläufigen Informationen der regionalen Staatsanwaltschaft Charkiw wurden bei dem Angriff über 50 Menschen verletzt. Darunter sind Kinder und Jugendliche, zwei von ihnen im Alter von 11 und 16 Jahren, die unterschiedliche Verletzungen und Traumata erlitten haben. Dies deutet auf eine zunehmende Grausamkeit und Kontrollverlust bei den gezielten Beschüssen seitens der russischen Besatzungskräfte hin. Laut offiziellen Angaben setzten die Russen für diesen massiven Angriff mindestens 15 Drohnen ein, von denen mehrere mit leistungsstarken thermobarischen Kampfköpfen ausgerüstet waren. Der Angriff erfolgte gleichzeitig in mehreren wichtigen Stadtteilen: Osjatski, Slobidski, Saltivski und Kiewski. Nach Angaben von Zeugen und lokalen Notfalldiensten wurden während des Angriffs militärischer Einheiten mehrere Brände durch Explosionen registriert, die erhebliche Zerstörungen an Wohnhäusern, gewerblichen Objekten und Infrastruktur verursachten. Die Staatsanwaltschaft weist darauf hin, dass der Einsatz thermobarischer Waffensysteme durch die Russen eine besonders zerstörerische Wirkung auf die Bevölkerung und die Umgebung hat. Wortwörtlich heißt es in einer Pressemitteilung des Ministeriums: „Solche Waffen erzeugen eine starke Druckwelle und eine hochtemperaturmäßige Wolke, die großflächige Zerstörungen und zahlreiche Todesfälle unter der Zivilbevölkerung verursachen. Der Einsatz thermobarischer Ladungen ist besonders gefährlich und deutet auf eine vorsätzliche Verletzung der internationalen humanitären Normen hin, die grausame Kriegsmethoden verbieten und Zivilpersonen vor solchen Handlungen schützen.“ Juridische und humanitäre Organisationen äußern Bedenken hinsichtlich des Einsatzes solcher Waffen, da sie nicht nur Wohnviertel und die Infrastruktur der Stadt zerstören, sondern auch Lebensgefahren für Zivilisten darstellen, die Grundlagen der Sicherheit und Stabilität Kharkivs zerstören. Die örtlichen Behörden und Sicherheitskräfte haben die Ermittlungen zum Vorfall intensiviert und fordern die Bewohner auf, vorsichtig zu sein, gefährliche Zonen zu meiden und mit Rettungskräften zusammenzuarbeiten. Das internationale Gemeinschaft verurteilt den Einsatz solcher Waffen durch Russland und bezeichnet sie als Verstoß gegen humanitäre Normen. Es fordert Verantwortlichkeit für Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung in der Ukraine. Während Charkiw weiterhin im Visier des Aggressors bleibt, hoffen die Bewohner der Stadt auf eine baldige Rückkehr zu Frieden und Sicherheit in ihren Häusern.

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