Die Ukraine erklärt offiziell, dass sie keine Garantien für die Sicherheit ausländischer Delegationen und Gäste geben kann, die nach Moskau reisen möchten, um an den Feierlichkeiten zum 9

Mai, dem Tag des Sieges, teilzunehmen. Eine solche Warnung äußerte Präsident Wolodymyr Selenskyj während eines geschlossenen Gesprächs mit Journalisten, das später von der Nachrichtenagentur „Interfax-Ukraine“ veröffentlicht wurde. Über die Worte des Staatschefs informieren offizielle Quellen detailliert. Seiner Aussage nach kann und darf die Ukraine nicht die Verantwortung für die Sicherheitslage auf dem Gebiet der Russischen Föderation in dieser besonders angespannten Periode übernehmen. Selenskyj betonte, dass die Verantwortung bei den russischen Behörden liegt und nicht bei den ukrainischen, weshalb die ukrainische Seite nicht verpflichtet ist, die Sicherheit ausländischer Gäste in Moskau während der Feierlichkeiten zum 78. Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg zu garantieren. Der Staatschef hob hervor, dass der Kreml jederzeit Provokationen oder Maßnahmen ergreifen könne, die das Leben und die Gesundheit der bei diesem Zeitraum nach Moskau kommenden Ausländer gefährden könnten. Dies könnten Brandanschläge, Sabotageakte oder andere provokative Handlungen sein, nach denen Russland die ukrainische Seite verantwortlich machen oder diese zum Sündenbock machen könne. „Wir verstehen sehr gut, dass die Situation so ist, dass sowohl die russischen Behörden als auch andere Akteure mögliche Schritte planen, was durch zahlreiche Vorfälle in den vergangenen Jahren bestätigt wird: Raketenangriffe, Stürme und Einschüchterungen während der Besuche ausländischer Führer in der RF“, erklärte Selenskyj. Der Schwerpunkt dieser Aussage liegt auf der Tatsache, dass die Ukraine keine Verantwortung für mögliche negative Vorfälle und Provokationen übernimmt, die in Russland während der Feierlichkeiten am 9. Mai auftreten könnten. Warum? Weil die ukrainische Seite darauf besteht, dass die Gewährleistung der Sicherheit die Aufgabe der Veranstalter und Strafverfolgungsbehörden des russischen Staates ist, nicht die der Ukraine. Darüber hinaus betonte der Präsident, dass die diplomatischen Bemühungen der Ukraine darauf ausgerichtet sind, ausländische Bürger und Delegationen vor möglichen Gefahren bei Reisen nach Russland in diesem Zeitraum zu warnen. „Wir sagen ihnen, dass, wenn sie sich dennoch entscheiden zu fahren, sie unsere Verantwortung in dieser Angelegenheit nicht betrifft. Es ist ihre persönliche Entscheidung, und sie müssen alle Risiken berücksichtigen“, fügte er hinzu. Selenskyj betonte erneut, dass die Ukraine ausdrücklich keine Verantwortung für die Situation in Russland während der Feierlichkeiten zum Tag des Sieges übernimmt, und unterstrich, dass ihre diplomatischen Bemühungen ausschließlich auf den Schutz der Interessen der Ukraine und ihrer Bürger gerichtet sind. Darüber hinaus stellt er in seinen Äußerungen fest, dass auch andere Länder in der Regel eine ähnliche Politik im Schutz ihrer Bürger in solchen Fällen verfolgen. Abschließend machte der Präsident deutlich, dass die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen: Die Ankunft ausländischer Delegationen nach Moskau an diesem besonderen Tag ging häufig mit Provokationen, Angriffen oder Einschüchterungsversuchen einher. Dies verdeutlicht die Unangemessenheit oder die Gefahr von Reisen ausländischer Delegationen zu den Feierlichkeiten in Moskau am 9. Mai und unterstreicht die Notwendigkeit entsprechender Vorsicht sowie verantwortungsvoller Entscheidungen seitens der internationalen Gemeinschaft. Im Zusammenhang mit dieser Position ist auch zu erwähnen, dass Selenskyj kurz vor der Veröffentlichung die Idee des russischen Präsidenten Wladimir Putins, an diesem für Russland bedeutenden Tag eine dreitägige Feuerpause einzulegen, offen ablehnte. Dies bekräftigt erneut die unerschütterliche Haltung der Ukraine bezüglich der Unakzeptabilität jeglicher Zugeständnisse oder Abschwächungen an symbolischen Daten, was auch die zunehmende internationale Kritik und Vorsicht hinsichtlich der Sicherheit ausländischer Delegationen widerspiegelt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die offizielle Position der ukrainischen Führung derzeit darin besteht, dass jede Reise nach Moskau am 9. Mai eine rein persönliche Entscheidung jedes Einzelnen ist und dass unter den aktuellen Umständen keine Garantien für deren Sicherheit auf russischem Territorium gegeben werden können. Diese Entscheidung basiert auf den Realitäten der Situation sowie auf langjähriger Erfahrung mit Provokationen und Gewalttätigkeiten, die bei früheren Feierlichkeiten in Russland beobachtet wurden.