Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó hat auf die scharfe Kritik des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Zelensky bezüglich Budapests Haltung zur Blockierung der Eurointegrationsambitionen Kiews reagiert

Chas Pravdy - 03 Mai 2025 19:27

Die Antwort von Szijjártó erschien in den sozialen Netzwerken auf Facebook und löste eine lebhafte Diskussion in politischen Kreisen aus, insbesondere angesichts der erhöhten Spannung zwischen der Ukraine und Ungarn im Zusammenhang mit der Bewegung Kiews in Richtung Europäische Union. Es ist zu bemerken, dass Wolodymyr Zelensky zuvor offen den ungarischen Premierminister Viktor Orbán beschuldigt hat, die ukrainisch-ungarischen Beziehungen absichtlich für innenpolitische Berechnungen zu nutzen, wobei er Budapest für die Blockierung der Bestrebungen der Ukraine in Richtung EU verantwortlich macht. Zelensky erklärte, dass die Politik der ungarischen Regierung, insbesondere Orbáns Haltung zur EU-Mitgliedschaft der Ukraine, gefährliche Folgen haben und die Spannungen in der Region verschärfen könnte. Als Reaktion darauf betonte Péter Szijjártó in seinem kurzen, aber deutlichen Kommentar, dass die ukrainische Führung erkennen und akzeptieren müsse, dass die Ungarn das uneingeschränkte Recht auf ihre eigenen Ansichten und Positionen in Bezug auf die Eurointegrationsprozesse der Ukraine haben. „Angesichts der Tatsache, dass die Ukraine der Union beitreten möchte, die bereits Ungarn Mitglied ist“, so der Minister, „sollte Kiew den passenden Ton treffen und in dieser heiklen Situation mehr Verständnis zeigen.“ Hervorhebend die Bedeutung, die diplomatische Höflichkeit zu wahren, fügte Szijjártó hinzu, dass Budapest das Recht habe, seine Meinung zur EU-Mitgliedschaft der Ukraine zu äußern. Laut seiner Aussage sind die ultimative oder beschuldigende Äußerungen Zelenskys gegenüber der ungarischen Politik unangemessen und würden einen konstruktiven Dialog nicht fördern. Es ist zu erinnern, dass die ukrainischen Führungskräfte und europäischen Institutionen im Januar 2024 die ambitionierte Absicht hatten, mit aktiven Verhandlungen über den Beitritt der Ukraine zur EU zu beginnen, in der Hoffnung, bald den Status eines vollwertigen Mitglieds zu erlangen. Diese Pläne wurden jedoch durch ein Veto Ungarns erheblich erschwert, das seinen Unmut über die beschleunigten Aufnahmefristen äußerte und seine Interessen in dieser Angelegenheit zu sichern suchte. Neben der Politik der Blockade organisierte Budapest eine Umfrage unter der ukrainischen Bevölkerung bezüglich des EU-Beitritts der Ukraine direkt im eigenen Land, was zusätzliche Resonanz in internationalen Kreisen hervorrief. Viktor Orbán hat sich während der Abstimmung bereits klar gegen eine beschleunigte Aufnahme der Ukraine in den Union positioniert. Es ist erwähnenswert, dass am 29. April in Budapest Vertreter aus der Ukraine und Ungarn Verhandlungen führten, bei denen sie sich auf regelmäßige Konsultationen einigten, um die derzeitigen Hindernisse zu überwinden und die Prozesse zu beschleunigen. Eine solche Zusammenarbeit soll eine Grundlage für einen Kompromiss schaffen und eine gemeinsame Lösung für die zukünftige Eurointegration der Ukraine finden. Offensichtlich bleibt dieses Thema jedoch äußerst sensibel und emotional angespannt für beide Seiten. Ungarische Position bleibt hart – Budapest besteht auf seinen Bedingungen und versucht, eine Balance zwischen der Unterstützung der Ukraine und dem Schutz eigener nationaler Interessen zu wahren, insbesondere im Kontext der innenpolitischen Wahlen und gesellschaftlichen Stimmungen im Land. Gleichzeitig läuft die politische Diskussion zwischen Kiew und Budapest weiter, wobei tiefgreifende Differenzen in den Ansätzen zur Eurointegration und im gesamten Spektrum ihrer gegenseitigen Interessen sichtbar werden, die mit der Zeit den zukünftigen Weg beider Staaten in diesem umfassenden Prozess bestimmen könnten.

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