Der Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Initiative des Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, für eine kurzfristige Waffenruhe von drei Tagen – vom 7
bis zum 9. Mai – scharf abgelehnt. Seiner Ansicht nach sollte dieses Angebot als eine theatrale Inszenierung betrachtet werden, mit dem Ziel, den Eindruck zu erwecken, Russland verlässt die Isolation und lindert den internationalen Druck. Im Gegenzug fordert der ukrainische Führer eine längere Waffenruhe von 30 Tagen, die es ermöglichen würde, die Lage an der Front zu stabilisieren und echte Verhandlungen aufzunehmen. Seine Position hat Zelensky kürzlich in einem geschlossenen Gespräch mit Journalisten mitgeteilt, das laut Quellen, die der Agentur „Interfax-Ukraine“ genannt werden, stattfand. Europäische und amerikanische Diplomaten haben bereits mehrfach auf dieses Modell einer Waffenruhe gedrängt, um Zeit für die Evakuierung Verletzter, die Einrichtung humanitärer Korridore und den Beginn konstruktiver Verhandlungen zu schaffen. Der ukrainische Staatschef betonte deutlich, dass ein bedingungsloser und dauerhafter Waffenstillstand ein Schlüsselaspekt bei der Suche nach einer friedlichen Lösung des Konflikts sei. „Das Modell, das die Amerikaner vorgeschlagen haben, sieht genau so einen bedingungslosen Waffenstillstand vor“, erklärte er. Laut Zelensky ist Deutschland bereit, diesen Weg zu gehen, er hob jedoch hervor, dass es dabei nicht um einige Tage, sondern um einen längeren Zeitraum geht, um die Lage realistisch beurteilen und die notwendigen Vereinbarungen treffen zu können. „Natürlich ist es wünschenswert, so bald wie möglich damit zu beginnen – ab diesem oder einem anderen Datum“, fügte der ukrainische Präsident hinzu. In diesem Zusammenhang betonte er, dass eine drei-, fünf- oder sieben Tage lange Waffenruhe unzureichend ist, um echte Vereinbarungen zu erzielen und stabile Friedensbedingungen zu schaffen. Daher fordert Zelensky 30 Tage – einen Zeitraum, der nicht nur vorübergehende Ruhe, sondern auch einen ernsthaften Schritt nach vorn in den diplomatischen Verhandlungen ermöglicht. Die Position der ukrainischen Führung bleibt konsequent und bedachtsam – ein militärischer Waffenstillstand muss langanhaltend und grundlegend sein. Für die Erreichung eines dauerhaften Friedens ist jedoch nicht nur die Unterzeichnung der Dokumente notwendig, sondern auch deren Einhaltung, was momentan der schwierigste Punkt im Verhandlungsprozess ist. Zugleich setzen die Moskauer Vertreter weiterhin auf eine kurze Waffenruhe in der Hoffnung, diese für strategische Ziele zu nutzen, was erheblichen Widerstand seitens Kiews hervorruft. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der ukrainische Präsident seinen Ansatz klar umrissen hat: Ein langfristiger und bedingungsloser Waffenstillstand ist der Schlüssel zu einer möglichen zim- oder frühjahrlichen Belebung der diplomatischen Bemühungen, während kurzfristige Ankündigungen von Waffenpausen lediglich taktische Schachzüge im hybriden Krieg sind, die nur den Schein von Frieden erzeugen sollen. Bislang bleibt Zelenskis Strategie darauf ausgerichtet, eine möglichst ernsthafte und nachhaltige Waffenruhe zu erreichen, die den Weg zu echten Verhandlungen und einer dauerhaften Konfliktlösung öffnet.