Bedrohung an der Grenze: Die USA erweitern ihre militärische Präsenz entlang der mexikanischen Grenze

Chas Pravdy - 03 Mai 2025 04:31

Im Rahmen der Verstärkung der Kontrollmaßnahmen an den südlichen Grenzen des Landes wurden kürzlich in den USA neue Militärzonen entlang der Grenze zu Mexiko angekündigt, was in der Gesellschaft und bei Experten großes Echo hervorgerufen hat. Nach der Erkennung einer weiteren militärisch genutzten Zone im Bundesstaat New Mexico im vergangenen Monat hat die US-Regierung nun beschlossen, diese Praxis auszuweiten, indem sie eine weitere Zone im Bundesstaat Texas hinzufügt. Diese Region ist besonders bedeutend, da die Streitkräfte dort, so Quellen, vorübergehend das Recht erhalten haben, Migranten und andere besonders schutzbedürftige Grenzverletzer festzunehmen, und zwar in Funktionen, die zuvor den zivilen Strafverfolgungsbehörden vorbehalten waren. Laut offiziellen Angaben kündigten Vertreter der US-Militärstrukturen am späten Donnerstagabend die Schaffung der sogenannten "Texas National Defense Zone" an – eine Linie von über 60 Meilen (etwa 100 Kilometer), die östlich vom Texas- und New-Mexico-Grenzbereich in der Region El Paso verläuft. Dieses Gebiet stellt ein neues Element in der Politik der Regierung dar, die auf eine stärkere Kontrolle des Migrationsstroms aus Mexiko abzielt. Es ist wichtig zu betonen, dass die Verantwortung für die Festnahme illegaler Grenzübertritte weiterhin bei der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde liegt, die in diesem Gebiet jurisdiktionell zuständig ist. Die Streitkräfte führen laut Angaben, keine eigenständigen Festnahmen durch, sondern übergeben die Festgenommenen an die Grenzpolizei oder andere Strafverfolgungsbehörden. Die Staatsanwaltschaft von New Mexico hat berichtet, dass in diesem Gebiet bereits über 80 Fälle von Migration durch Grenzverletzungen in militärischer Zone registriert wurden, gegen die Migranten wegen Grenzübertritts in der Zone Strafverfahren eingeleitet wurden. Gleichzeitig ist zu beachten, dass die Festnahmen in diesem Zusammenhang von Grenzschutzbeamten und nicht von Militärangehörigen erfolgen. Dieser Schritt der Regierung zielt offensichtlich darauf ab, das Potenzial der Streitkräfte zur Beschleunigung der Festnahmeprozesse von Migranten und zur Verstärkung der Grenzkontrolle unter dem Deckmantel ausschließlich militärischer Maßnahmen zu nutzen. Diese Vorgehensweise wird durch die gesetzliche Grundlage in den USA ermöglicht, insbesondere durch das Gesetz über Aufruhr aus dem Jahr 1807, das dem Präsidenten spezielle Befugnisse zur Anwendung von Militärkräften bei bürgerlichen Unruhen oder Krisensituationen verleiht. Die Trump-Administration versucht, diese rechtliche Basis anzuwenden, um bürokratische Hemmnisse zu umgehen und schneller auf den wachsenden Migrationsdruck zu reagieren. Nach aktuellen Angaben sind derzeit rund 11.900 Militärangehörige im Einsatz, die rund um die Uhr den Grenzschutz gewährleisten und an Maßnahmen zur Lageüberwachung teilnehmen. Die Statistik zeigt, dass die Zahl illegaler Grenzübertritte im März dieses Jahres den niedrigsten Stand in der Geschichte der Aufzeichnungen erreicht hat, was möglicherweise auf die verstärkten Schutzmaßnahmen zurückzuführen ist. Vor dem Hintergrund solcher Maßnahmen hat Präsident Trump, der mit einer ambitionierten Programmatik im Kampf gegen die illegale Migration sein Amt antrat, eine groß angelegte Kampagne zur Erhöhung der militärischen Präsenz an der Südgrenze gestartet. Er versprach mehrfach, Millionen von Einwanderern, die sich illegal in den USA aufhalten, zu deportieren, und führte teils strenge und kontroverse Maßnahmen zur Steuerung der Lage ein. Im April erweiterte die Regierung diese Bemühungen, indem sie bekanntgab, dass eine Zone von über 440 Quadratkilometern im Gebiet von New Mexico als "Nationale Verteidigungszone" klassifiziert wird, was den Einsatz von Streitkräften in einem breiteren Umfang erlaubt. Diese Maßnahmen sorgen zunehmend für Kontroversen in der Gesellschaft und bei Experten, da sie das Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Menschenrechten in Frage stellen und die politischen Spannungen rund um das Thema Einwanderung in den USA verschärfen. Während eine Teil der Bevölkerung dies als notwendige Maßnahme zur Sicherung der Landesverteidigung sieht, äußern andere Bedenken hinsichtlich möglicher Machtmissbräuche und Verletzungen der Rechte der Migranten. Insgesamt markiert die Schaffung neuer Militärzonen entlang der mexikanischen Grenze einen völlig neuen Abschnitt in der gegenwärtigen US-Einwanderungspolitik, der eine aktiv veränderte Strategie im Umgang mit illegalen Grenzübertritten widerspiegelt und den Wunsch der Regierung zeigt, die Grenzkontrolle strenger und flexibler zu gestalten.

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