Interne Dokumente der UNO offenbaren den Schleier einer groß angelegten Reform im Angesicht der Finanzkrise

Chas Pravdy - 02 Mai 2025 16:39

Die Vereinten Nationen bereiten sich auf weitreichende Veränderungen in ihrer Struktur und Funktionsweise vor, um eine der größten Herausforderungen in ihrer mehr als 80-jährigen Geschichte zu bewältigen – die drastische Kürzung der Finanzierungen durch Spender, insbesondere die USA. Aufgrund der akuten Finanzkrise erwägt die UNO radikale Reorganisationen, darunter die Zusammenlegung zentraler Agenturen, Kostenoptimierung und Personalabbau an teuren Standorten. Laut einem internen Memorandum, das Reuters vorliegt, wurde dieses Dokument von einer speziell eingerichteten Arbeitsgruppe unter Leitung des Generalsekretärs António Guterres vorbereitet. Das Dokument schlägt umfassende Maßnahmen vor, um die Effizienz der Organisation angesichts des schnell wachsenden finanziellen Drucks zu erhöhen. Im Rohentwurf ist die Fusion und Optimierung zahlreicher internationaler Agenturen vorgesehen. Ein zentrales Ziel ist die Konsolidierung von Diensten wie dem Welternährungsprogramm, UNICEF, WHO und dem Flüchtlingshochkommissariat der UNO – in eine einzige humanitäre Struktur, die Doppelarbeit reduziert, Ressourcenzersplitterung vermeidet und die Reaktionsgeschwindigkeit in Krisensituationen erhöht. Auf der Tagesordnung stehen auch die Reduzierung von Büroflächen, einschließlich der Pläne, einen Teil des Personals von den amerikanischen und europäischen Hauptstädten in kostengünstigere Regionen zu verlagern, sowie die Zusammenlegung der Büros in Rom, was ein logischer Schritt im Zuge der Kostenoptimierung wäre. Nach unbestätigten Informationen betont das Dokument, dass die UNO gegenwärtig eine der schwerwiegendsten Krisen ihrer Geschichte durchlebt – seit Jahresbeginn sind die wichtigsten Förderer, insbesondere die USA, mit erheblichen Schulden konfrontiert. Laut Quellen haben die USA alleine Schulden in Höhe von etwa 1,5 Milliarden Dollar für den regulären Haushalt und zusätzlich über 1,2 Milliarden für Friedenseinsätze. Dies beeinträchtigt erheblich die Fähigkeit der UNO, ihre Kernaufgaben auszuführen – humanitäre Hilfe, Friedensförderung, Entwicklungsinitiativen und den Schutz der Menschenrechte. Das US-Finanzministerium erwog laut US-Medien sogar die vollständige Einstellung oder signifikante Kürzung der Finanzierung von Organisationen, einschließlich NATO und UNO, um den eigenen Beitrag zu internationalen Strukturen zu reduzieren. Solche Vorschläge stießen auf breite Resonanz und waren Teil einer innerpolitischen Debatte. Laut Memorandum wirken sich diese Probleme bereits spürbar auf die Arbeit der Beschäftigten aus. So meldete das Hilfswerk der UNO eine Kürzung des Personals um 20 %, UNICEF um 20 % und das Migrationsamt um 30 %, was zu mehreren Tausend Jobverlusten und einer erschwerten Umsetzung wichtiger Hilfsprogramme für die verletzlichsten Bevölkerungsgruppen führen könnte. Besondere Aufmerksamkeit widmet das interne Dokument der ineffizienten Ressourcenverwaltung, Doppelmandaten, aufgeblähten Verwaltungsapparate und der Zunahme von Missionen ohne klare Exit-Strategien aus Krisensituationen. Zugleich sollen bis zum 16. Mai die Leiter der betreffenden Strukturen Listen von Positionen vorlegen, die möglicherweise außerhalb von New York, Genf oder anderen globalen Verwaltungszentralen verlagert werden können, um die Kosten zu senken. Insgesamt sind diese Initiativen Teil eines strategischen Reformplans, mit dem die Organisation ihre Effizienz und Autorität in der Welt trotz der Finanzklemme und der globalen Vertrauenskrise in internationale Strukturen bewahren möchte. Interne Diskussionen und die Vorbereitung auf weitreichende Veränderungen finden vor dem Hintergrund wichtiger internationaler Foren und der Unterzeichnung neuer Verträge statt, die die Perspektiven der UNO-Arbeit in naher Zukunft bestimmen sollen.

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