Internationale Medien berichten: Rutte schlägt eine neue Formel zur Berechnung der NATO-Ausgaben vor, um den Forderungen Trumps gerecht zu werden

Chas Pravdy - 02 Mai 2025 19:34

Im Lichte des anhaltenden Drucks Washingtons und der angestrengten Diskussion über eine faire Verteilung der Verpflichtungen im Rahmen der NATO hat Generalsekretär Jens Stolenberg einen neuen Ansatz zur finanziellen Deckung der Verteidigungsausgaben der Mitgliedsstaaten vorgeschlagen. Laut einer Reuters-Information, basierend auf Quellen, die mit den Details dieser Initiative vertraut sind, hat dieser Vorschlag das Potenzial, den Ansatz zur Berechnung der jährlichen Verteidigungsausgaben zu verändern, um das Ziel näher zu kommen, das der ehemalige US-Präsident Donald Trump — 5 % des BIP — gesetzt hatte. Laut dem neuen Modell sollen die Mitgliedsstaaten ihre Verteidigungsausgaben auf 3,5 % des BIP anheben und gleichzeitig zusätzlich weitere 1,5 % für sogenannte „weite Kosten“ bereitstellen, die die Sicherheit in ihrer Gesamtheit umfassen sollen. In diesem Zusammenhang geht es nicht nur um traditionelle Verteidigungsausgaben, sondern auch um Investitionen in Infrastruktur, beispielsweise in Reparatur und Modernisierung von Straßen, Brücken und Verkehrskommunikation, die für eine schnelle Verlegung von Technik und Streitkräften im Konfliktfall von entscheidender Bedeutung sind. Gleichzeitig liegen derzeit keine offiziellen Bestätigungen für die Ausarbeitung eines solchen Vorschlags seitens der NATO vor. Die Gesprächspartner berichten, dass noch die genaue Definition der „weiten Kosten“ abgestimmt werden muss. Es wird betont, dass dieses Konzept vor dem Gipfel in Den Haag mit den Verbündeten abgestimmt werden soll. Eine mögliche Herangehensweise ist, dass diese Ausgaben nicht nur die traditionellen Verteidigungsmaßnahmen umfassen, sondern auch Investitionen in die Infrastruktur- und Institutionsfähigkeit der Mitgliedsstaaten. Dazu könnten die Finanzierung der Modernisierung von Straßen, Brücken zur Unterstützung operativer Truppenbewegungen sowie Programme zur Erhöhung der Resilienz gegen Cyberangriffe und andere Sicherheitsherausforderungen gehören. Zur Kommentierung dieser Initiative sagte die NATO-Sprecherin Allison Hart in einem Interview mit der „European Truth“, dass Generalsekretär Stoltenberg ständig die Notwendigkeit betont, die Finanzierung zu erhöhen, um die gemeinsamen Ziele des Bündnisses zu erreichen. Sie hob hervor, dass es nicht nur um einzelne Investitionen im Verteidigungsbereich gehe, sondern auch um die Unterstützung angrenzender Bereiche wie Infrastruktur und die Verbesserung der Reaktionsbereitschaft. „Rutte konsultiert aktiv Partner und arbeitet an konkreten Vorschlägen für den Gipfel. Das ist ein wichtiges und aktuelles Thema, insbesondere im Zusammenhang mit den Aussagen des amerikanischen Botschafters bei der NATO, Matthew Vitaker, der angeblich deutschen Diplomaten gegenüber erwähnt haben soll, dass das Weiße Haus den diesjährigen NATO-Gipfel ignorieren könne, wenn die Mitgliedsstaaten sich nicht verpflichten, die Ausgaben zu erhöhen“, heißt es in der Erklärung. Laut Quellen steht dieses Problem vor allem für die europäischen Länder im Vordergrund, die auf Basis der neuen Anforderungen ihre Verteidigungshaushalte überarbeiten mussten. Unter Trumps Führung forderte die offizielle US-Regierung, dass die Verbündeten mindestens 5 % des BIP für Verteidigung ausgeben. Dies war eines der Kernforderungen Trumps an die NATO, was für Spannungen und Kritik seitens anderer Staaten — insbesondere der EU-Länder und der neuen NATO-Mitglieder — sorgte. Gleichzeitig ist zu beachten, dass im April polnische Beamte bestätigten, eine Zusage von Donald Trump über die geplante Teilnahme des US-Präsidenten am NATO-Gipfel 2025 erhalten zu haben, was den gegenseitigen Bemühungen um eine Einigung in dieser Frage Bedeutung verleiht. Was die Zukunft des Gipfels betrifft, wird erwartet, dass nicht nur die Regierungschefs der NATO-Mitgliedsstaaten nach Den Haag reisen, sondern wahrscheinlich auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, was die strategische Bedeutung dieses Forums für die Sicherheit der Region unterstreicht. Im Kontext der neuen Vorschläge zur Ausgabensteigerung und Verteidigungsfähigkeit wird die Diskussion beim Gipfel eine noch größere Bedeutung erlangen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Bestrebungen, den Ansatz zur Verteidigungsfinanzierung in der NATO zu ändern, das Bemühen der Verbündeten widerspiegeln, einen Kompromiss zwischen den Anforderungen der USA und den Interessen der europäischen Staaten zu finden, die die Balance wahren und die gemeinsame Sicherheit in einer komplexen geopolitischen Lage stärken wollen.

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