In der Ukraine wurden eine Frau aufgedeckt und festgenommen, die direkten Kontakt zu russischen Geheimdiensten hatte und an dem Angriff auf den bekannten Freiwilligen und Aktivisten Serhij Sternecko beteiligt war

Chas Pravdy - 02 Mai 2025 14:39

Diese Informationen gab die Presseabteilung des Sicherheitsdienstes der Ukraine bekannt und bestätigte, dass die Festgenommene eine 45-jährige Einwohnerin der Odessa-Region ist, die in Kiew lebt. Nach offiziellen Angaben wurde sie bereits im vergangenen Jahr von russischen Geheimdiensten rekrutiert, als sie im Internet nach einer „schnellen Einkommensquelle“ suchte, und genau diese Tatsache war Grund für ihre Einbindung in den sogenannten „Strömungs“-Agenten des Kremls. Wie in der Meldung hervorgehoben wird, erhielt die Frau Ende 2024 ihre ersten Aufgaben von ihren Kuratoren. Sie wurde angewiesen, Überwachungen von Fahrzeugen durchzuführen, die bestimmten Personen gehörten, diese zu fotografieren und die Informationen an russische Agenten weiterzugeben. Später, laut Ermittlungsunterlagen, wurde ihr beauftragt, eine selbstgemachte Sprengvorrichtung herzustellen – zu diesem Zeitpunkt, so die Spezialdienste, erhielt sie bereits Anweisungen zur Herstellung von Sprengstoff. Gleichzeitig änderte sie aus Gründen der Tarnung ihren Wohnort und zog in eine Wohnung im Zentrum Kiews um. Besondere Aufmerksamkeit widmeten die SBU-Ermittler ihrer Tätigkeit rund um Sternecko – einem Aktivisten, der derzeit eine der wichtigsten Figuren in politischen und gesellschaftlichen Prozessen in der Ukraine ist. Seit Mitte April 2025 begann die Frau, Serhij zu observieren, während sie in einem Wohnkomplex in der Nähe seines Hauses lebte. Später wurden ihr Koordinaten für einen „Versteckort“ übermittelt, in dem Waffen lagerten: eine Pistole des Modells PМ sowie Munition. Diese Übergriffe erfolgten im Rahmen der direkten Ausführung der Anweisungen ihres Kurators, um Angriffe durchzuführen, die tödliche Folgen haben konnten. Am nächsten Morgen, dem 1. Mai 2025, erhielt die Täterin den Befehl, den Plan umzusetzen – den Aktivisten in unmittelbarer Nähe zu seiner Wohnung zu erschießen. Laut Ermittlungen wusste sie bereits vorab, wann Serhij sein Zuhause verlässt, und kannte das Modell seines Autos. Als Sternecko aus seiner Wohnung trat, feuerte sie mehrere Schüsse in seine Richtung ab, von denen einer den Freiwilligen im Bein traf. Durch die Schüsse wurde der Aktivist verletzt, doch sein Leben konnte gerettet werden, und der Angriff wurde sofort beendet – die Täterin wurde am Tatort von SBU-Mitarbeitern festgenommen. Im Rahmen der operativen Maßnahmen wurden bei der Festgenommenen das Mobiltelefon mit Beweisen ihrer Zusammenarbeit mit russischen Geheimdiensten – Messenger, Korrespondenz und Fotos – sowie Komponenten zur Herstellung einer selbstgebauten Sprengvorrichtung sichergestellt, die sie in einer anderen Wohnung aufbewahrte. Die Voruntersuchung wurde bereits eingeleitet – die Ermittlungen sind im Gange, um alle Umstände dieser Straftat zu klären, sowie um andere Teilnehmer der kriminellen Gruppe schnell ausfindig zu machen. Derzeit hat die SBU-Ermittlung die Verdächtige in mehreren schweren Artikeln des Strafgesetzbuches beschuldigt. Dabei wird der Frau unter anderem Landesverrat im Kriegszustand sowie versuchter Mord in gemeinsamer Absprache mit einer Gruppe von Personen aus Motiven der Gier vorgeworfen, beides im Auftrag russischer Geheimdienste begangen. Für diese Verbrechen ist eine Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren oder eine lebenslange Freiheitsstrafe mit oder ohne Vermögenskonfiskation vorgesehen. Die ukrainischen Strafverfolgungsbehörden setzen die aktive Bekämpfung der kriminellen Manifestationen ausländischer Agententätigkeit fort und arbeiten intensiv daran, jeden Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, der versucht, die nationale Sicherheit und Stabilität zu gefährden. Derzeit werden alle Umstände der kriminellen Aktivitäten der Festgenommenen ermittelt – insbesondere, wie sie ihre Rollen in der bekannten aggressiven Operation gegen ukrainische Bürger und den Staat erfüllte. Dies unterstreicht erneut die Komplexität und das hohe Sicherheitsrisiko, mit dem die Ukraine im Krieg konfrontiert ist.

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